Wien, 19. September 2013 Aussendung

Außenminister verurteilt Anschlag auf EU-Mitarbeiter im Kosovo aufs Schärfste

Appell Spindeleggers an die Konfliktparteien zur Deeskalation

Wien, am 19. September 2013 - „Einen EULEX-Mitarbeiter, der entsandt wurde, um das Leben der Menschen in der Region zu verbessern, aus dem Hinterhalt gezielt zu töten, ist ein abscheuliches und feiges Verbrechen. Er ist der erste Mitarbeiter einer zivilen EU-Mission, der in Folge eines Anschlags ums Leben kam. Mein Mitgefühl gilt zuallererst den Hinterbliebenen des Opfers“, sagte der Außenminister. Jetzt gehe es um die umgehende Aufklärung dieses Gewaltverbrechens. Spindelegger: „Wir rufen die Bewohner dazu auf, aktiv und vollumfänglich mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um die Schuldigen rasch auszuforschen. Gleichzeitig werden wir uns aber von dieser grausamen Tat nicht davon abbringen lassen, den laufenden Normalisierungs- und Versöhnungsprozess im Kosovo und der Region weiter nachhaltig zu unterstützen

„Im November werden das erste Mal Lokalwahlen im ganzen Land abgehalten werden. Der Kosovo befindet sich daher in einer besonders heiklen und angespannten Situation. Ich rufe die politisch Verantwortlichen auf serbischer und kosovarischer Seite dazu auf, zur Deeskalation beizutragen, damit die Wahlen ordnungsgemäß über die Bühne gehen können und das bisher im Verhandlungsweg zwischen den Konfliktparteien Erreichte nicht gefährdet wird. Nur auf der Basis gemeinsam ausgehandelter Kompromisse und eines Zugehens aufeinander wird die Region auf ihrem europäischen Reformweg vorankommen. Gewalt hat darin mit Sicherheit keinen Platz“, fügte Spindelegger hinzu.

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