Wien, 7. Dezember 2012 Aussendung

Spindelegger zu Nordkorea: "Ankündigung eines Raketenstarts ist eine untragbare Provokation"

Außenminister mahnt Nordkorea zur Einhaltung der internationalen Verpflichtungen.

Wien, 07. Dezember 2012 - "Jeder Versuch eines Raketenstarts würde eine schwerwiegende Verletzung der UNO-Sicherheitsratsresolution 1874 durch Nordkorea darstellen. Ich rufe Nordkorea dringend dazu auf, von einem Raketenstart abzusehen und sich an die Verpflichtungen des UNO-Sicherheitsrats zu halten", zeigte sich Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger tief besorgt über die nordkoreanische Ankündigung, noch im Dezember einen weiteren Versuch durchzuführen, den im April missglückten Satellitenstart zu wiederholen.

Spindelegger meinte weiter: "Der Weg Nordkoreas in eine sichere und prosperierende Zukunft kann nur über Besonnenheit und Kooperation erfolgen. Derartige Provokationen führen lediglich zu einem Mehr an Isolation und bringen negative Auswirkungen auf die Stabilität in Asien mit sich. Es ist untragbar, dass Nordkorea versucht, die Geduld der Staatengemeinschaft auf die Probe zu stellen. Eine sicherheitspolitische Entspannung auf der koreanischen Halbinsel liegt sowohl im Interesse des Nordens als auch des Südens."

Bereits am 13. April 2012 missglückte der Versuch Nordkoreas einen Satelliten in die Umlaufbahn zu befördern. Der damalige Raketentest wurde heftig von der internationalen Staatengemeinschaft verurteilt. Durch die bestehenden UNO-Sicherheitsratsresolutionen darf Nordkorea keine ballistische Raketentechnologie verwenden, auch nicht für zivile Raumfahrtzwecke. Mit dieser Technologie könnten nämlich auch Atomraketen abgeschossen werden. Die Ankündigung eines neuen Versuchs zwischen dem 10. und 22. Dezember hat die Staaten der Region in Alarmbereitschaft gesetzt.

Österreich setzt sich konstant dafür ein, dass Nordkorea dem Atomteststoppvertrag beitritt. Außerdem fordert die Internationale Gemeinschaft von Nordkorea, dass erstmals seit 2009 wieder IAEO-Inspektoren zur Überprüfung des Nuklearprogramms ins Land gelassen werden.

 

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