Wien, 2. Oktober 2012 Aussendung

Spindelegger: "Österreich hilft notleidender Bevölkerung in der Sahelzone"

Vizekanzler kündigt Aufstockung der humanitären Hilfe für die Sahelzone an

Wien, 2. Oktober 2012 - Österreich leistet einen weiteren substantiellen Beitrag zur Linderung der gravierenden humanitären Krise in der Sahelzone „Wir stellen eine Million Euro zu Verfügung und reagieren damit auf die unverändert schwierige humanitäre Situation, die durch die langanhaltende Dürre und darauf folgenden Überschwemmungen hervorgerufen wurde. Diese extreme Umweltsituation wird durch den bewaffneten Konflikt im Norden von Mali, der zu massiven Flüchtlingsbewegungen in der Region führte, noch weiter verschärft“ gab Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger am 18. September nach dem entsprechenden Beschluss durch den Ministerrat bekannt.

500 000 Euro wird – so der Vizekanzler - das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) aus dem Hilfsfonds für Katastrophenfälle im Ausland als Beitrag für die Basisversorgung hilfsbedürftiger Menschen in Mali erhalten. Das IKRK ist einer der wenigen Organisationen, die im Norden von Mali noch einen humanitären Zugang haben. Die ADA (Austrian Development Agency) wird 500.000 Euro für Projekte österreichischer Nichtregierungsorganisationen im Bereich der Nahrungsmittelsicherheit sowie der Flüchtlingshilfe in Burkina Faso, eines der Schwerpunktländer der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit,  bereitstellen.

1 Million Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds sowie 700.000 Euro an Nahrungsmittelhilfe des Lebensministeriums wurden in diesem Jahr bereits an Unterstützung für die notleidende Zivilbevölkerung in der Sahelzone gegeben.

"Die humanitäre Lage im Sahelgürtel ist unverändert akut. Allein, dass eine Million Kleinkinder von Nahrungsmittelknappheit bedroht sind, muss uns alle aufrütteln", so Spindelegger. Laut Schätzungen der Europäischen Kommission belaufen sich die Produktionsausfälle bei Nahrungsmitteln in der Region auf 2,5 Millionen Tonnen. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) geht von mehr als 18 Millionen Menschen aus, die von moderater bis akuter Nahrungsmittelknappheit betroffen sind.

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