Wien, 20. November 2012 Aussendung

Spindelegger: „Österreich hilft Flüchtlingen in Uganda und im Südsudan“

Vizekanzler gibt humanitäre Hilfe für Uganda und den Südsudan bekannt

Wien, 20. November 2012 - “Österreich reagiert auf die humanitären Krisen in Uganda und im Südsudan und stellt dafür einen Beitrag von insgesamt 1,45 Mio. Euro bereit“, erklärte Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger nach dem Ministerrat am 20. November. „Damit wollen wir in humanitären Notlagen helfen, die nicht im medialen Rampenlicht stehen, aber genauso unsere politische Aufmerksamkeit und unser humanitäres Engagement erfordern“.

„Wir stellen - so der Vizekanzler - 800 000,- Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds dem UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) zur Linderung der schwierigen Lage der Flüchtlinge im Westen Ugandas zur Verfügung“. Die aktuelle Krise wurde durch bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen der Regierungsarmee und Rebellengruppen im Ostkongo ausgelöst. Mehr als 50.000 Menschen sind bereits aus dem Ostkongo geflohen. Das UNHCR rechnet im schlimmsten Fall mit bis zu 150.000 Flüchtlingen. Uganda, ein Schwerpunktland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, beherbergt schon derzeit knapp 200.000 Flüchtlinge.

„Zur Bewältigung der humanitären Krise im Südsudan - so Spindelegger - leisten wir einen Beitrag von 650.000,- Euro aus dem Auslandskatastrophenfonds. Die Mittel erhält das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zur Erstversorgung von Flüchtlingen mit Nahrungsmitteln, Wasser, Notunterkünften und medizinischer Hilfe“. Auf Grund des Grenzkonfliktes zwischen dem Sudan und dem Südsudan kommt es seit Mitte 2011 zu großen Fluchtbewegungen – laut Schätzungen des IKRK 170.000 Personen – in den Südsudan.

Diese Krise trifft ein Land, in dem ein Großteil der Bevölkerung unter extremen Bedingungen lebt. 75% der Menschen haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, 70% keinen Zugang zu sauberem Wasser. Unterernährung ist ein weiteres chronisches Problem. Laut World Food Programm (WFP) sind rund 1 Mio. Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Zudem zählt die Mütter- und Kindersterblichkeit zu den höchsten weltweit.

 

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