Wien/Tirana, 22. November 2012 Aussendung

Spindelegger: „Österreich bleibt Albaniens verlässlicher Partner auf dem Weg in die EU“

Vizekanzler bei Eröffnung Skanderbeg-Ausstellung zur 100 Jahr-Feier Albaniens, 20 Jahre Österreichische Entwicklungszusammenarbeit in Albanien

Tirana, 22. November 2012 – Im Beisein des albanischen Premierministers Sali Berisha, der Bundesministerin Claudia Schmied sowie der Direktoren des Nationalhistorischen Museums Tirana und des Kunsthistorischen Museums Wien eröffnete Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger heute in Tirana die Ausstellung „Skanderbegs Waffen in Albanien“. Anschließend nahm der Vizekanzler an der Eröffnung einer Konferenz über 20 Jahre Österreichische Entwicklungszusammenarbeit in Albanien teil. "Der heutige Tag in Albanien hat eine besondere österreichische Note. Die Ausstellung von Schwert und Helm Skanderbegs, die zum ersten Mal seit mehr als 400 Jahren Österreich verlassen, ist Ausdruck unserer historischen Verbundenheit mit Albanien und unserer intensiven Zusammenarbeit im kulturellen Bereich", so Spindelegger.

Mittelpunkt und Kernstück der Ausstellung sind die sog. „Skanderbeg-Objekte“, Helm und Schwert, die mit dem albanischen Nationalhelden, Fürst Georg Kastriota, genannt „Skanderbeg“ (geb. um 1403, gest. 1468), in Verbindung gebracht werden. Anlässlich der 100 Jahr-Feier Albaniens werden diese Objekte, die sich seit dem 16. Jahrhundert im österreichischen Besitz befinden, nun für einige Wochen in Tirana zu sehen sein.

Österreich und Albanien sind zudem seit 20 Jahren durch die Entwicklungszusammenarbeit verbunden. Seit 20 Jahren ist Albanien Schwerpunktland der österreichischen EZA. Bei der Eröffnung einer Konferenz aus Anlass dieses Jubiläums würdigte Spindelegger heute die erfolgreichen Aktivitäten in den Schwerpunktbereichen Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, Berufsbildung und demokratische Regierungsführung. Geografisch konzentriert sich die Kooperation vor allem auf die ärmsten und wirtschaftlich stark benachteiligten Regionen Shkodra und Lezha in Nordalbanien. Ein Paradebeispiel ist etwa die erfolgreiche Sanierung der veralteten Wasser- und Sanitärversorgung der nordalbanischen Stadt Shkodra. Heute steht 100.000 EinwohnerInnen rund um die Uhr sauberes Trinkwasser zur Verfügung.

„Österreich wird Albanien mittels neuer innovativer Instrumente wie Unternehmenspartnerschaften, NRO-Kofinanzierungen und Krediten der Österreichischen Entwicklungsbank weiter unterstützen. Zudem bin ich stolz, dass die Austrian Development Agency im Auftrag der Europäischen Kommission das öffentliche Finanzmanagement Albaniens mit österreichischem Know How an europäische Standards heranführt“, so Spindelegger im Rahmen der Eröffnung der Konferenz.

Vizekanzler Spindelegger nützte den Besuch in Tirana auch für politische Gespräche mit Premierminister Berisha und Präsident Nishani. "Albaniens Zukunft liegt klar in der Europäischen Union. Wir werden Albanien auf seinem EU-Weg weiter unterstützen, können allerdings nur Hilfe zur Selbsthilfe leisten. Die unerlässlichen Reformen, etwa der Verwaltung und des Justizsystems, muss Albanien selber vornehmen. Dabei sollte die mögliche Empfehlung der Kommission zur Verleihung des Kandidatenstatus im Dezember Ansporn sein, die Reformanstrengungen zu verstärken", betonte Spindelegger

Der Vizekanzler wird sich am 28. November anlässlich der offiziellen Feierlichkeiten zu „100 Jahren Unabhängigkeit“ Albaniens, zu der die damalige Habsburgmonarchie einen wesentlich Beitrag leistete, nochmals in Tirana aufhalten.

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