Wien, 15. November 2012 Aussendung

Lopatka: Gemeinsame Kraftanstrengung für ein starkes Europa

Staatssekretär Reinhold Lopatka bespricht Südtirolfrage in Rom

Wien, 15. November 2012 - "Die bilateralen Beziehungen haben sich hervorragend entwickelt. Auf dieser Basis können wir heute in aller Ruhe unsere Standpunkte auch in der Frage der Südtirol-Autonomie austauschen", so Staatssekretär Reinhold Lopatka. "Die Südtirol-Autonomie und die damit verbundenen Errungenschaften genießen internationale Anerkennung, haben Vorbildwirkung und dürfen daher auch in Krisenzeiten nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. Wann immer die garantierten Rechte der Südtiroler in Frage gestellt werden und ihre Argumente in Rom nicht ausreichend Gehör finden, können sie auf die Unterstützung Österreichs zählen."

Diese Position vertrat Staatssekretär Lopatka in Rom gegenüber dem italienischen Europaminister Enzo Moavero Milanesi und der italienischen Staatssekretärin im Außenministerium Marta Dassù. Darüber hinaus führte er Gespräche mit Südtiroler SVP-Abgeordneten und dem Unterstaatssekretär im Vatikan Monsignore Ettore Balestrero.

"Die Zukunft unserer Staaten liegt in einem gestärkten Europa. Italien und Österreich treten gemeinsam für eine weitere Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion ein. Auch Italien spricht sich für die EU-Integration aller Staaten des Westbalkans aus", hielt Lopatka anlässlich seines heutigen Arbeitsbesuchs in Rom fest. "Wir fordern die rasche Implementierung der Reformen für den europäischen Finanzsektor, sowie eine rasche Umsetzung der gemeinsamen europäischen Bankenaufsicht", so der Staatssekretär.

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen aufgrund der derzeitigen Staatsschuldenkrise in Europa konnte der Handel zwischen Österreich und Italien im vergangenen Jahr zulegen. "Italien ist weiterhin Österreichs zweitwichtigster Handelspartner nach Deutschland", stellte Lopatka fest. "Die ca. 220 Tochterunternehmen österreichischer Unternehmen haben Dank der Qualität ihrer Produkte nach wie vor sehr gute Chancen auf dem italienischen Markt", unterstrich der Staatssekretär.

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