Wien, 29. November 2012 Aussendung

Korruption muss wirksam verhindert und bekämpft werden - in Österreich und weltweit

Justizministerin Beatrix Karl und Staatssekretär Reinhold Lopatka bei erster IACA-Vertragsparteienkonferenz

Wien, 29. November 2012 - "Korruption ist eine globale Bedrohung mit enorm schädlichen  Auswirkungen auf Rechtsstaatlichkeit, Demokratie sowie soziale und  wirtschaftliche  Entwicklung", betonte Staatssekretär Reinhold Lopatka bei der ersten Vertragsparteienkonferenz der Internationalen Anti-Korruptionsakademie (IACA), die unter dem Vorsitz von Innenministern Johanna Mikl-Leitner  stattfindet. "Kein Land der Welt ist dagegen immun, auch Österreich  nicht. Umso wichtiger sind gemeinsame Anstrengungen, um Korruption wirksam zu verhindern und nachhaltig zu bekämpfen", betonte Lopatka.

"Das große Interesse  an  der  IACA  ist  ein  ermutigendes Signal  der internationalen Staatengemeinschaft, dass der Kampf gegen Korruption ernst genommen wird", meinte der Staatssekretär. "Als Sitzstaat der IACA sowie des  Büros der Vereinten Nationen für  Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC)  ist Österreich das globale Kompetenzzentrum für Korruptionsbekämpfung", so Lopatka. Die hochrangige Präsenz bei der IACA-Vertragsparteienkonferenz am 29. und 30. November im Vienna International Centre unterstreiche die Bedeutung der neuen internationalen Organisation.

Justizministerin  Beatrix Karl, die im Namen Österreichs die Teilnehmer der Konferenz  bei einem Abendessen in der Hofburg willkommen heißen wird, betonte die umfangreichen  Maßnahmen  die Österreich  in  den letzten Monaten im Kampf gegen Korruption gesetzt hat: "Wenn wir vor einigen Monaten in internationalen Medien für Korruptionsfälle in Österreich kritisiert wurden, so werden wir jetzt - durch zahlreiche Maßnahmen wie den Ausbau der Zentralen  Staatsanwaltschaft zur Verfolgung von Wirtschaftsstrafsachen und Korruption(WKStA), der Beschlussfassung strenger Korruptionsstrafbestimmungen und des Lobbyinggesetzes sowie durch umfassende Ermittlungen der Justiz in Korruptionsfällen - als Vorzeigeland der  Korruptionsbekämpfung gelobt, wie auch EU-Justizkommissarin Reding kürzlich  öffentlich festgestellt  hat",  betonte die Justizministerin im Vorfeld des Abendempfanges.

Die Internationale Anti-Korruptionsakademie  mit  Sitz in Laxenburg wurde 2010 mit Partnern wie dem VN Büro für Drogen und Verbrechensverhütung sowie dem Europäischen Anti-Betrugsbüros  OLAF gegründet  und  hat  derzeit 61 Unterzeichner  und Vertragsparteien. Die Akademie ist eine unabhängige internationale Institution für Ausbildung, Forschung, Analyse, Beratung und Vernetzung im Bereich der Korruptionsbekämpfung.

Am Rande der Vertragsparteienkonferenz wird der weltweit erste Master-Lehrgang  in Anti-Korruptionsstudien vorgestellt.

 

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