Wien, 25. November 2011 Aussendung

Spindelegger: „Schutz der Frauen an der Spitze der österreichischen Menschenrechtsagenda“

Vizekanzler zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Wien, am 25. November 2011 - „Immer noch werden Millionen von Frauen weltweit täglich Opfer von Gewalt. Wir müssen unsere Anstrengungen verstärken, um diesem schwerwiegenden Menschenrechtsproblem wirksam ein Ende zu bereiten“, erklärte Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November 2011.

"Als Mitglied des UNO-Sicherheitsrats konnten wir bedeutende Fortschritte zur Umsetzung von Resolution 1325 für einen stärkeren Schutz von Frauen in bewaffneten Konflikten und ihre Einbindung in Friedensprozesse erzielen. Diesen Einsatz führen wir nun auch im UNO-Menschenrechtsrat fort, in dem Österreich seit Juni auf drei Jahre Mitglied ist“, betonte der Außenminister.

„Frauen, die einer Minderheit angehören, sind oft einem besonders großen Risiko ausgesetzt, von Gewalt betroffen zu sein. Das von Österreich initiierte und ko-finanzierte Minderheitenforum des UNO-Menschenrechtsrates in Genf wird sich daher in seiner diesjährigen Sitzung am 29. und 30. November 2011 speziell den Rechten weiblicher Minderheitenangehöriger und insbesondere auch dem Thema der Gewalt gegen Frauen und deren Zugang zum Recht widmen“ so Spindelegger. „Das Minderheitenforum wird Empfehlungen sowohl an Staaten als auch an die Vereinten Nationen richten, wie die Situation dieser besonders bedrohten Gruppe von Frauen verbessert werden kann.“

„Frauen werden in vielen Regionen der Welt auch immer wieder Opfer gezielter Gewalt, wenn sie sich in politische Prozesse einbringen. Leider hat sich dies auch im Zuge des „arabischen Frühlings“ in vielen der betroffenen Staaten wieder bestätigt“, so Spindelegger. Österreich engagiere sich daher auch speziell in diesem Bereich, unter anderem durch die Unterstützung eines Projekts der UNO-Agentur für Frauenangelegenheiten (UN Women) zur Förderung der politischen Partizipation von Frauen im demokratischen Transitionsprozess in Ägypten. Weiters setzt sich Ö durch Unterstützung der Initiative des UNO-Generalsekretärs UNiTE sowie durch Beiträge zum Antigewaltfonds der UNO für die Beendigung von geschlechtsspezifischer Gewalt ein.

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