Wien, 28. November 2011 Aussendung

Spindelegger: „Österreich setzt sich für die ökologische, wirtschaftliche und soziale Dimension von Nachhaltigkeit ein“

Außenminister bei Eröffnung der 14. Generalkonferenz der UNIDO

Wien, 28. November 2011 - „Die UNIDO ist die einzige Organisation, die auf die nachhaltige Minderung der Armut durch Ausbau der industriellen Wirtschaft und Stärkung der Handelskapazitäten unter besonderer Berücksichtigung von Energie- und Umweltaspekten abzielt“, erklärte Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger heute im Rahmen der Eröffnung der 14. Generalkonferenz der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) in Wien. Die diesjährige Sitzung beschäftigt sich in erster Linie mit Strategien für eine nachhaltige industrielle Entwicklung.

Aus österreichischer Sicht sind besonders die Bestrebungen der UNIDO zur Schaffung von nachhaltigen Beschäftigungsmöglichkeiten für Kleinstunternehmer in Entwicklungsländern, insbesondere für Frauen und Jugendliche, sowie die Nutzung erneuerbarer Energien und der umweltschonenden Produktion von Bedeutung. Österreich hat daher das UNIDO-Programm zur ressourcensparenden und sauberen Produktion in den letzten 10 Jahren mit rund 11,4 Mio. Euro unterstützt.

„Nachhaltige industrielle Entwicklung kann langfristig nur erfolgreich sein, wenn es uns gelingt, das drängende Problem der Nutzung der begrenzten globalen Ressourcen bei größtmöglicher Schonung von Umwelt und Klima gerecht zu lösen. Gleichzeitig muss die Teilhabe aller Menschen am Entwicklungsprozess gewährleistet werden“, erklärte Spindelegger. „Die weltweite Zunahme der Arbeitslosigkeit, insbesondere unter jungen Menschen, ist eine enorme Herausforderung für die internationale Gemeinschaft. Die Entwicklungen in der arabischen Welt zeigen das mit besonderer Nachdrücklichkeit. Produktive Beschäftigung möglichst breiter Bevölkerungsschichten trägt entscheidend zum sozialen Frieden und zur Sicherung von nachhaltiger Entwicklung und Sicherheit bei.“

Vizekanzler Spindelegger dankte dem UNIDO-Generaldirektor, Kandeh Yumkella, für dessen erfolgreiche Leitung der Organisation und würdigte sein herausragendes internationales Engagement im Bereich der nachhaltigen Entwicklung als Vorsitzender von UN-Energy und als Ko-Vorsitzender der High-Level Group on Sustainable Energy for All (SE4ALL). „Die entwicklungspolitische Expertise im Bereich des Handels und der Industrie der UNIDO ist heute weltweit unbestritten. Österreich ist stolz darauf, die UNIDO zu beherbergen“, so der Außenminister abschließend.

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