Wien, 15. Oktober 2010 Aussendung

Eröffnung der Veranstaltung "Gemeinsam gegen Menschenhandel"

Menschenhandel: „Opferschutz und Strafverfolgung der Täter und Täterinnen haben oberste Priorität“

Wien, 15. Oktober 2010 - "Menschenhandel ist eine besonders krasse Verletzung fundamentalster Menschenrechte. Weltweit gibt es an die 30 Millionen versklavte Menschen. Hauptleidtragende dieser modernen Form der Ausbeutung sind Frauen und Mädchen“, betonte die nationale Koordinatorin zur Bekämpfung des Menschenhandels Elisabeth Tichy-Fisslberger bei der Eröffnung der heutigen Veranstaltung gemeinsam mit Staatssekretärin Christine Marek.
Anlässlich des  Europäischen „Anti-Menschenhandels-Tages“ lud das Außenministerium zur gemeinsamen Veranstaltung unter dem Motto „Gemeinsam gegen Menschenhandel“ in die Diplomatische Akademie Wien.

Österreich setzt sich sowohl auf europäischer als auch internationaler Ebene für die Bekämpfung des Menschenhandels ein und ist Sitzstaat des zuständigen Büros der Vereinten Nationen für Verbrechensbekämpfung (UNODC).
Die heutige Veranstaltung unterstreicht den Willen zu einem gemeinsamen Engagement. Darüber hinaus ist es dass Ziel auch Österreichs Bevölkerung über dieses verabscheuende Verbrechen, das vielfach im Verborgenem stattfindet, aufzuklären. Denn auch  in Österreich leben Menschen, die unter sklaverei-ähnlichen Zuständen arbeiten müssen.
„Der Schutz der Opfer und die Strafverfolgung der Täter sowie die Bekämpfung der dahinter stehenden Strukturen der organisierten Kriminalität haben oberste Priorität. Dies bedeutet auch mehr Sicherheit für die österreichische Bevölkerung“, so die nationale Koordinatorin. Die vom Außenministerium geleitete innerösterreichische "Task Force Menschenhandel" erfülle dabei als "Vernetzungs-Instrument" zwischen Ministerien, Ländern und NGOs eine wichtige Aufgabe.

Anlässlich der Veranstaltung wird auch erstmals die unter der Leitung des Außenministeriums erstellte Ausstellung „Menschenhandel – die Sklaverei im 21. Jahrhundert“ gezeigt.

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