Marseille, 4. November 2008 Aussendung

Winkler: "Barcelona-Prozess in eine neue Phase führen"

Staatsekretär Hans Winkler bei der Außenministerkonferenz zum "Barcelona-Prozess: Union für den Mittelmeerraum"

Marseille, am 4. November 2008 - Seit nun dreizehn Jahren bildet der Barcelona-Prozess einen festen Rahmen für die Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen der EU und den Mittelmeer-Ländern. Österreich hat dieser Partnerschaft stets große Bedeutung beigemessen. Die französische Präsidentschaft hat mit dem Gipfeltreffen in Paris im Juli eine Neustrukturierung des Prozesses erfolgreich in die Wege geleitet, zu der in Marseille eine Reihe von Umsetzungsbeschlüssen gefasst werden sollen. Die Außenminister haben gestern Nacht bereits eine Einigung über Barcelona als den Sitz des Sekretariates der Mittelmeerunion erzielt. Auch ein Konsens über konkrete Strukturen für das Sekretariat zeichnete sich im Laufe des Treffens ab.

Für Österreich ist vor allem die ausgeprägte Projektorientierung des Prozesses wichtig, mit der sichergestellt werden soll, dass eine sachbezogene Zusammenarbeit im Interesse der rund 800 Millionen Einwohner jener 43 Länder stattfindet, die am Mittelmeerprozess teilnehmen. Winkler begrüßte die Fokussierung auf jene Themen, für die sich Österreich seit längerer Zeit aktiv einsetzt: Verstärkte Sensibilisierung und Förderung der Frauenrechte, Ausbau der Energiekooperation und der Zusammenarbeit im Umwelt- und Wasserbereich wie auch die weitere Intensivierung des Dialogs der Kulturen.

Winkler hob in diesem Zusammenhang auch die von Österreich gemeinsam mit der Arabischen Liga geplante Konferenz zum Thema "Europe and the Arab World – Connecting Partners in Dialogue" hervor. Die Konferenz, die von 17. bis 19. Dezember in Wien stattfinden wird, soll dazu beitragen, den Beziehungen zwischen der Europäischen Union und der Liga der Arabischen Staaten neue Impulse zu verleihen. Österreich engagiert sich seit Jahren dafür, Spannungen abzubauen und den Kräften des Extremismus und Fanatismus entgegenzuwirken.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische
und internationale Angelegenheiten
Mag. Katharina Swoboda
Kabinett des Staatssekretärs
Tel.: ++43 (0) 50 1150-3469
katharina.swoboda(at)bmeia.gv.at