Wien, 27. Dezember 2007 Aussendung

Plassnik: "Barbarischer Akt darf Pakistan nicht vom Demokratisierungspfad abbringen"

27.12.2007

Außenministerin zur Ermordung von Benazir Bhutto

Wien, 27. Dezember 2007 - Mit Entsetzen und Abscheu reagierte Außenministerin Ursula Plassnik auf die Nachricht von der Ermordung der pakistanischen Oppositionspolitikerin Benazir Bhutto: "Mit ihr hat Pakistan eine mutige Kämpferin für die Rückkehr des Landes zu einer pluralistischen Demokratie verloren. Für die Extremisten war Benazir Bhutto doppeltes Feindbild: als starke Frau, die in der pakistanischen Politik ihren 'Mann' stand und als Politikerin, die in der Tradition Pakistans ebenso verwurzelt war wie in der demokratischen Moderne. Sie personifizierte die Vereinbarkeit dieser beiden Pfeiler eines fortschrittlichen Pakistan und war damit eine direkte Herausforderung an die steinzeitliche Ideologie, die Islamisten mit Gewalt und Terror verbreiten wollen."

"Dieser barbarische Akt war auch ein direkter Anschlag auf die Sicherheit und den Demokratisierungspfad Pakistans. Dem Gedenken an Benazir Bhutto würde am gerechtesten werden, wenn die Pakistanis bei den anstehenden Parlamentswahlen den Extremisten die Rechnung präsentieren und ihre demokratische Reife demonstrieren", so die Außenministerin.

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