Wien, 8. November 2006 Aussendung

Plassnik: "Verheerenden Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt stoppen"

08.11.2006

Außenministerin Ursula Plassnik bestürzt über Militäraktion im Gazastreifen

Wien, 08. November 2006 - Außenministerin Ursula Plassnik äußerte heute ihre Bestürzung über die Militäraktion Israels im Gazastreifen, welche in der Nacht von gestern 19 Menschen, darunter mehrere Frauen und Kinder, das Leben gekostet hat.

"Ich spreche den Familien, die Angehörige verloren haben, mein tiefstes Mitgefühl aus. Die israelischen Militäroperationen müssen - ebenso wie der Raketenbeschuss Israels vom Gazastreifen aus - ein Ende finden. Fortgesetzte Gewalt kann nicht der Weg sein, um die leidgeprüfte Bevölkerung im Nahen Osten für Friedensansätze zu gewinnen" so Plassnik.

Daher sei auch die Ankündigung der Hamas über ein Ende der Waffenruhe mit Israel entschieden abzulehnen. "Der Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt ist verheerend. Er tötet die Hoffnung auf eine Option für die Zukunft, die nicht auf Blutvergießen und Repressalien aufbaut", so die Außenministerin. Die Verantwortlichen auf palästinensischer Seite seien gefordert, ihre Bemühungen zur Bildung einer Regierung der nationalen Einheit im Sinne der Absichten von Präsident Mahmoud Abbas fortzusetzen. Plassnik bezeichnete die von der israelischen Regierungsspitze angekündigte Einstellung des Beschusses bis zur vollständigen Aufklärung des tragischen Vorfalls als ersten richtigen Schritt und begrüßte in diesem Zusammenhang das von Premierminister Ehud Olmert geäußerte Bedauern über den israelischen Militäreinsatz.

Die Außenministerin verwies darauf, dass die internationale Gemeinschaft und die Europäische Union bereit stehen, die Konfliktparteien bei der erneuten Friedenssuche nachhaltig zu unterstützen. "Das Gebot der Stunde ist jedoch eindeutig die Einstellung der Feindseligkeiten und der Verzicht auf Gewalt auf beiden Seiten, um dem Leiden Unschuldiger ein Ende zu setzen", betonte Plassnik.

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