Wien, 6. Dezember 2006 Aussendung

Plassnik: "Naher Osten Brennpunkt aktueller Herausforderungen"

06.12.2006

Außenministerin nach ihrem Besuch in Jordanien

Wien, 6. Dezember 2006 - "Es ist wichtig, in der jetzigen kritischen Situation im Libanon der Regierung von Ministerpräsident Fouad Siniora, die für Stabilität und politischen Dialog steht, den Rücken zu stärken. Alle maßgebenden politischen Kräfte im Libanon sowie die Nachbarn und Staaten der Region sind aufgefordert, die demokratische Entwicklung und den friedlichen Diskurs zu unterstützen. Nach dem zerstörerischen Konflikt im Sommer ist es unverantwortlich, mit den Emotionen der Straße zu spielen. Der Libanon braucht politische Stabilität und Frieden. Nur dann ist an effektiven Wiederaufbau zu denken. Und Wiederaufbau und konstruktive Zusammenarbeit ist, was die leidgeprüften Menschen im Libanon am dringendsten brauchen", erklärte Außenministerin Plassnik nach ihrer Rückkehr von ihrer dreitägigen Nahost-Reise.

Am letzten Tag ihrer Nahost-Reise war die Außenministerin in Amman mit ihrem jordanischen Amtskollegen Abdelelah Al-Khatib und dem jordanischen Sicherheitsminister Generalmajor Mohammed Dahabi zusammengetroffen. Hauptgegenstand der Gespräche waren der israelisch-palästinensische Konflikt sowie die Lage im Nahen und Mittleren Osten.

"Jordanien kommt als Brückenbauer eine besondere Rolle in der Region zu. Jetzt, da es wieder die Chance auf eine positive Bewegung im israelisch-palästinensischen Konflikt gibt, ist es wichtig, dass sich Jordanien weiter aktiv in die Bemühungen zur Konfliktlösung einbringt", unterstrich Plassnik, die daran erinnerte, dass es in Jordanien zum bisher einzigen Zusammentreffen zwischen dem israelischen Premierminister Ehud Olmert und dem palästinensischen Präsident Mahmoud Abbas gekommen war.

Weiterer Schwerpunkt der Gespräche Plassniks mit Außenminister Al-Khatib war der Dialog der Kulturen und Religionen. "Auch in dieser Frage nimmt Jordanien traditionell eine besonders engagierte Rolle ein, etwa durch die Beiträge von König Abdullah II und Prinz Hassan. Die Bemühungen um einen aktiven und nachhaltigen Dialog dürfen nicht in den Schatten der angespannten Situation in der Region geraten. Im Gegenteil: Gerade im Nahen Osten, als Brennpunkt vieler Religionen und Kulturen, muss der Dialog seine wichtigste Bewährungsprobe bestehen", so Plassnik.

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