Wien, 22. November 2005 Aussendung

Plassnik: Rascher Schutz vor Winter und Kälte für Erdbebenopfer in Pakistan

22.11.2005

Außenministerium stellt 1 Million Euro zusätzlich für Erdbebenopfer zur Verfügung

Wien, 22. November 2005 - "Die Erdbebenopfer müssen rasch vor dem hereinbrechenden Winter geschützt werden. Gemeinsam mit österreichischen und internationalen Hilfsorganisationen, die schon jetzt im Erdbebengebiet arbeiten, werden wir Maßnahmen zur Deckung der dringendsten Bedürfnisse finanzieren." Außenministerin Ursula Plassnik kündigte damit an, über die Österreichische Entwicklungszusammenarbeit 1 Million Euro zusätzlich für humanitäre Hilfe in Pakistan zur Verfügung zu stellen.

Diese Geldmittel werden in erster Linie für Winterdecken, Winterkleidung, Familienzelte, Hygienepakete, Nahrungsmittel sowie für medizinische Grundversorgung verwendet werden. Sechs Wochen nach dem Erdbeben sind weiterhin Millionen Menschen obdachlos. Viele sind von der Außenwelt abgeschnitten. Anlässlich einer Geberkonferenz in Islamabad sprach UNO-Generalsekretär Kofi Annan letzte Woche von "einer der größten humanitären Tragödien, mit der wir zu tun haben".

Die österreichische Bundesregierung hatte unmittelbar nach der Erdbebenkatastrophe für Pakistan - ein Partnerland der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit - Hilfsmaßnahmen im Wert von 2,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Seitens des Außenministeriums wurden im Oktober 200.000 Euro für die Wiederinstandsetzung erfolgreicher österreichischer Projekte, wie etwa der Augenklinik von "Licht für die Welt" in Battagram, bereitgestellt.

Die Europäische Union beschloss im Oktober zugunsten der Erdbebenopfer Hilfsleistungen in Höhe von 93,6 Millionen Euro. Im Rahmen der letztwöchigen Geberkonferenz sagte die EU weitere rund 92 Millionen Euro zu.

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