Wien, 30. November 2005 Aussendung

Plassnik: "Die humanitäre Arbeit des Roten Kreuz ist zeitlos zeitgemäß"

30.11.2005

Außenministerin trifft Rotkreuz-Präsidenten Kellenberger

Wien, 30. November 2005 - "Die Leistungen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz verdienen unsere größte Wertschätzung. Wir sind dankbar für seinen unverzichtbaren Einsatz in Konfliktregionen als Bewahrer, Standardsetzer und Überwacher des humanitären Völkerrechts. Für das internationale Rote Kreuz steht die Würde des Menschen im Mittelpunkt", sagte Außenministerin Ursula Plassnik anlässlich des Besuchs von IKRK-Präsident Kellenberger in Wien.

Der Besuch findet im Hinblick auf die bevorstehende EU-Präsidentschaft Österreichs statt. Das IKRK ist als weltweit tätige Hilfsorganisation an einer engen Kooperation mit der EU interessiert, um bei Kriseneinsätzen gemeinsam vorzugehen.

Weiteres Thema war die bevorstehende Einführung eines "Roten Kristalls" neben den bereits existierenden Symbolen des Roten Kreuzes und des Roten Halbmonds. Die Einführung dieses neuen, religionsneutralen Symbols wurde durch die Einigung zwischen dem israelischen Roten Davidstern und dem palästinensischen Roten Halbmond am 28. November ermöglicht.

Darüber hinaus wurde auch die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Österreich und dem IKRK besprochen. In diesem Jahr werden unter anderem Hilfsprogramme für die Erdbebenopfer in Pakistan (400.000,- Euro) und Wasser- und Siedlungsprogramme in Ruanda (400.000,- Euro) unterstützt. Insgesamt trägt Österreich in den Jahren 2004 und 2005 rund 2 Mio. Euro zu den Projekten des IKRK bei. Außerdem hat Österreich heuer 458.000,- Euro zum Organisationsbudget des IKRK beigetragen.

"Die Österreicherinnen und Österreicher haben nach dem Zweiten Weltkrieg von der Unterstützung des Roten Kreuzes sehr stark profitiert. Es ist für uns daher heute eine selbstverständliche Verantwortung, das IKRK bei seinen Projekten in der Welt zu unterstützen", betonte Plassnik.