Wien, 9. Dezember 2005 Aussendung

Plassnik: "50 Jahre UN-Mitgliedschaft bedeutet 50 Jahre gelebte Solidarität"

09.12.2005

Festveranstaltung "50 Jahre Österreich in den Vereinten Nationen"

Wien, 9. Dezember 2005 - Auf Initiative des Außenministeriums findet am Mittwoch, dem 14. Dezember 2005 um 11:00 Uhr, in der Wiener Hofburg die Festveranstaltung "50 Jahre Österreich in den Vereinten Nationen" statt.

Neben Außenministerin Plassnik werden aus Anlass von 50 Jahren österreichischer Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen auch Bundespräsident Fischer, Bundeskanzler Schüssel, der Generaldirektor der UNO in Wien (UNOV) Antonio Maria Costa, IAEO-Generaldirektor und Friedensnobelpreisträger Mohamed EL Baradei und Bürgermeister Häupl sprechen. Eine Grußadresse von Generalsekretär Kofi Annan wird als Videobotschaft eingespielt.

Umrahmt wird der Festakt, der vom ORF live übertragen wird, durch zahlreiche Darbietungen von internationalen Musikgruppen aus Wien, durch ein Bläserensemble der Gardemusik und den Chor der Vienna International School.

Für Außenministerin Plassnik ist der Festakt auch ein Zeichen für Österreichs Bekenntnis zu einem effektiven Multilateralismus. "Österreich ist bereit, Verantwortung zu übernehmen. In diesem Licht ist auch unsere Bewerbung für einen nicht-ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat für die Periode 2009/2010 zu sehen", erklärte die Außenministerin.

Dass Wien 1979 dritter offizieller Sitz der Vereinten Nationen wurde, ist für Plassnik ein wichtiger Beweis des guten und stabilen Vertrauensverhältnisses zwischen Österreich und der UNO. "Österreich hat seinen festen Platz in der Organisation und wird auch in Zukunft aktiv im Rahmen der Vereinten Nationen mitwirken. Der von UN-Generalsekretär Kofi Annan eingeleitete Reformprozess der Vereinten Nationen und das daraufhin am Weltgipfel im September 2005 in New York angenommene Abschlussdokument sind wichtige Schritte zur Stärkung der Organisation", so Plassnik.

Wichtiges Vorhaben im Reformprozess ist die Einrichtung einer Kommission für Friedenskonsolidierung. Sie soll Staaten in einer Postkonfliktsituation in der kritischen Phase des Übergangs von einem Konflikt zu langfristiger, stabiler Entwicklung unterstützen. Gerade in solchen Konfliktsituation müsse den Anliegen von Frauen stärker Rechnung getragen werden.

Als weitere wichtige Follow-up Maßnahme des Weltgipfels 2005 strich Plassnik den Beschluss über die Errichtung eines Menschenrechtsrates, der die einmal jährlich in Genf tagende Menschenrechtskommission ersetzen soll, hervor.

Ebenfalls am Mittwoch wird in Anwesenheit von Staatsekretär Winkler ein Festakt im UN-Hauptquartier in New York stattfinden. Die Wiener Sängerknaben und Bo Skovhus werden für die musikalische Repräsentation Österreichs in New York sorgen.

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