Wien, 11. November 2005 Aussendung

"Mein Angebot – ins Gespräch kommen über Europa"

11.11.2005

Plassnik: "Der direkte Meinungsaustausch mit den Bürgern ist ein ganz wesentlicher Bestandteil, um die österreichische EU-Präsidentschaft gut vorzubereiten"

Wien, 11. November 2005 - "Das Gespräch mit den Bürgerinnen und Bürgern ist ein wichtiger Bestandteil für unsere Vorbereitungen auf die EU-Präsidentschaft. Dieser Meinungsaustausch ist wertvoll und fließt auch direkt in unsere Vorbereitungsarbeiten mit ein", sagte Außenministerin Ursula Plassnik anlässlich der Schlussveranstaltung der "Europa-Roadshow".

"Nur wenn wir die Anliegen, die Sorgen und die Ängste, wie auch die vielen Anregungen der Bürger ernst nehmen und mit einem großen europäischen Ohr zuhören, können wir Europa wieder in Schwung bringen. Europa gehört den Bürgern. Es ist auch unsere gemeinsame Verantwortung. Das zu vermitteln ist mir wichtig. Wir müssen daher offen aufeinander zugehen und das Gespräch miteinander intensiv suchen", sagte Plassnik.

"Europa ist weder eine Superstaat noch ein Supermarkt. Sondern eine ausgeklügelte Balance, die Frieden, Sicherheit, soziale Absicherung, nachhaltige Wirtschaft und Zukunftschancen für die Jugend mit sich bringt", sagte die Außenministerin.

Plassnik bezog sich weiters auf die Initiative der EU-Kommission, bestehende Gesetze zu durchforsten und Ballast abzuwerfen. "Der Plan der EU Kommission 222 grundlegende Rechtsvorschriften aufzuheben und Gesetzte zu durchforsten, ist ein wichtiger Schritt. Die Administration des europäischen Modells erfordert einen gewissen Aufwand. Wir wollen diesen so einfach wie möglich gestalten", sagte die Außenministerin.

Als ersten Schritt habe sie zusammen mit Bundeskanzler Schüssel die Initiative "Europa hört zu" gestartet. Sie ermöglicht allen Bürgerinnen und Bürgern im Internet einfach und schnell Antworten auf konkrete Fragen zu bekommen oder Anregungen zu Europa zu formulieren. Diese Initiative werde durch eine breit angelegte Europa-Informationskampagne ergänzt und auf der Homepage www.zukunfteuropa.gv.at fortgesetzt.

"Eine wichtige Ergänzung bietet da das gemeinsame Projekt der "Europa-Roadshow" mit der Wirtschaftskammer Österreich, die diese Veranstaltung ermöglicht", sagte Plassnik.

Im Rahmen der "Europa Roadshow", tourt seit 17. Oktober ein Europabus durch mehrere Bundesländer und bietet Informationen zu Europa, Diskussionen mit EU-Experten und spielerische Unterhaltung. Erwartungen, Hoffnungen, Kritik und Ängste der Österreicherinnen und Österreicher können mit Repräsentanten der EU, mit Europaparlamentariern und Politikern diskutiert werden und fließen so in die kommende EU-Präsidentschaft ein.

"Gerade die Entwicklung am Balkan hat uns den Erfolg des europäischen Friedensprojektes vor Augen geführt. Die Perspektive eines EU-Beitrittes veranlasst die Menschen am Balkan, ihre historischen Konflikte zu überwinden und gemeinsam in die Zukunft zu schauen", sagte Plassnik abschließend.

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