Budapest, 13. Juli 2004 Aussendung

Ferrero-Waldner mit Bundespräsident Fischer auf erster gemeinsamer Auslandsreise in Ungarn

13.07.2004

"Ungarn wertvoller Partner Österreichs in der Europäischen Union"

Budapest, 13. Juli 2004 - Außenministerin Benita Ferrero-Waldner begleitete den neuen Bundespräsidenten Heinz Fischer auf dessen erster Auslandsreise in Ungarn. Im Rahmen des eintägigen Arbeitsbesuchs trafen die beiden mit Ungarns Präsident Ferenc Madl, Ministerpräsident Peter Medgyessy, Parlamentspräsidentin Katalin Szili sowie Außenminister Laszlo Kovacs zusammen.

Ferrero-Waldner lobte die enge Zusammenarbeit Österreichs und Ungarns, die sich unter anderem in der Endphase der Verhandlungen über eine europäische Verfassung gezeigt hatte: "Ich freue mich sagen zu können, dass Ungarn in der Regierungskonferenz ein außerordentlich wertvoller Partner war, der in nahezu allen Bereichen eine ähnliche Sichtweise wie Österreich hatte, und mit dem wir in der Gruppe der sogenannten "Gleichgesinnten" unsere Positionen gemeinsam vertraten. Es ist mir ein großes Anliegen, diese wichtige informelle Kooperation fortzusetzen."

Die Außenministerin verwies auch auf die erfolgreiche Zusammenarbeit in der Regionalen Partnerschaft, die sie 2001 mit den benachbarten EU-Beitrittskandidaten und dem "kulturellen Nachbarn" Polen ins Leben gerufen hatte: "Die Regionale Partnerschaft ist eines jener Netzwerke, die in ihrer Gesamtheit die Beziehungen zwischen den Mitgliedstaaten der EU tragfähiger machen können. Ich freue mich, dass die Regionale Partnerschaft immer mehr zu einem Forum für einen informellen Meinungsaustausch über EU-relevante Themen wird."

Ferrero-Waldner unterstrich zudem die engen bilateralen Wirtschaftsbeziehungen: "Österreich stellt mit einem Anteil von 7 % am ungarischen Markt Ungarns zweitwichtigsten Handelspartner nach Deutschland dar. Die österreichischen Investitionen betragen insgesamt fast 3 Milliarden Euro, womit mehr als 12 % unserer ausländischen Direktinvestitionen nach Ungarn fließen." In diesem Zusammenhang betonte die Außenministerin die Notwendigkeit eines koordinierten Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur für Bahn und Straße in der Grenzregion.

In den beiden gelungenen Großausstellungen "Zeit des Aufbruchs. Wien und Budapest zwischen Historismus und Avantgarde" sowie "Klimt, Schiele, Kokoschka - und die Kunst des Dualismus", die dieses Jahr in Budapest gezeigt werden, spiegeln sich laut Ferrero-Waldner auch die sehr intensiven kulturellen Beziehungen wider.