29. Oktober 2002 Aussendung

Wirksame Strategien zur Armutsbekämpfung in Südosteuropa

29.10.2002

Ferrero-Waldner begrüßt große Beteiligung der Zivilgesellschaft


 

Wien, 29. Oktober 2002 - Außenministerin Ferrero-Waldner eröffnete heute in Baden bei Wien das Forum für Armutsbekämpfungsstrategien von Ländern Südosteuropas. Über 200 Delegierte aus Albanien, Bosnien-Herzegowina und der Bundesrepublik Jugoslawien, Vertreter internationaler Organisationen und bilaterale Geldgeber werden die kommenden vier Tage über ihre Erfahrungen mit der Erarbeitung und Durchführung der landeseigenen Strategien diskutieren. Ziel ist der Erfahrungsaustausch und die Abstimmung der Strategien zur Armutsbekämpfung in der Region.

Einbeziehung der Zivilgesellschaft
"Wirksame Armutsbekämpfung und nachhaltige Entwicklung kann nicht von außen diktiert werden. Wichtig ist, dass die Strategien von und in den Ländern selbst entwickelt werden, in Partnerschaftlichkeit und Solidarität und unter größtmöglicher Einbeziehung der Bevölkerung", erläutert Außenministerin Ferrero-Waldner in ihrer Eröffnungsrede. Dass an dieser Konferenz neben Regierungsvertretern viele Experten aus der Zivilgesellschaft teilnehmen, zeige die breite Akzeptanz für die notwendigen Reformen zur Verminderung der Armut.

Anhand von best practice Beispielen diskutieren Arbeitsgruppen die weitere Feinabstimmung der Programme. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen der wirtschaftlichen und sozialen Weiterentwicklung, wie die Förderung des privaten Sektors und der ländlichen Entwicklung, des Arbeitsmarktes, der finanzpolitischen Nachhaltigkeit und der guten Regierungsführung. Damit sollen politische Prioritäten gesetzt werden, auch im Hinblick auf den angestrebten EU-Beitritt.

Österreichische und internationalen Unterstützung
"Österreich wird auch in Zukunft die Partnerländer in Südosteuropa bei ihrer wirtschaftlichen Entwicklung tatkräftig unterstützen, wie wir es auch schon in der Vergangenheit getan haben", stellt Außenministerin Ferrero-Waldner fest. Durch das Ostförderprogramm im Außenministerium werden seit den 90er Jahren Programme durchgeführt, die der langfristigen Integration der Mittel- und Osteuropäischen Länder und der Neuen Unabhängigen Staaten in die Weltwirtschaft dienen. Hierbei liegen die Schwerpunkte in den Sektoren Soziales, Bildung, Demokratie und Menschenrechte sowie Umwelt. Die Maßnahmen werden in enger Kooperation mit dem Stabilitätspakt durchgeführt. Im Jahr 2002 standen dafür Mittel in Höhe von insgesamt 10,9 Mio. Euro zur Verfügung.