10. Dezember 2001 Aussendung

Ferrero-Waldner: Aushöhlung der Menschenrechte und Grundwerte würde Sieg des internationalen Terrorismus bedeuten

10.12.2001

Außenministerin Benita Ferrero-Waldner zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember

Wien, 10. Dezember 2001 - ,,Es sind die Terroristen, die dem Fundament unserer Gesellschaftsordnung - Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte - den Kampf ansagen. Wenn wir im legitimen Vorgehen gegen die Verbrechen des Terrorismus die Achtung der Menschenrechte aus den Augen verlieren, bedeutet dies einen Sieg für jene, die die universellen Grundwerte mit allen Mitteln unterminieren wollen". Dies sagte Außenministerin Benita Ferrero-Waldner heute aus Anlass des Internationalen Tages der Menschenrechte.

Ferrero-Waldner unterstrich, dass der wirksame Schutz der Menschenrechte ein wesentliches Element umfassender Sicherheitsstrategien sein müsse und betonte die fundamentale Rolle der Menschenrechte in der Prävention von Konflikten und in der Schaffung von Frieden und Stabilität. "Durch die Stärkung des Bewusstseins um die Menschenrechte sollen jene Quellen beseitigt werden, die zu Instabilität führen und ihrerseits organisiertes Verbrechen und terroristische Gruppen nähren", so die Außenministerin.

Als aktuelle Herausforderung bezeichnete die Außenministerin den Schutz der Menschenrechte in ihrer Gesamtheit beim Wiederaufbau politischer und gesellschaftlicher Strukturen in Afghanistan. Ferrero-Waldner betonte dabei ihr persönliches Engagement für die Gewährleistung der Rechte afghanischer Frauen sowie deren volle Einbindung in alle zentralen politischen Entscheidungsprozesse.

Der Internationale Tag der Menschenrechte wird am 10. Dezember aus Anlass der Annahme der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen im Jahre 1948 begangen.