14. Dezember 2001 Aussendung

Ferrero-Waldner: Auge um Auge droht die ganze Welt blind werden zu lassen

14.12.2001

Wien, 14. Dezember 2001 - Ab sofort finden Sie einen O-Ton von Außenministerin Benita FERRERO-WALDNER zum obzit. Thema auf der Homepage des BMaA unter der URL: www.bmaa.gv.at/presseservice/fotoservice/index.html.de

Bezugnehmend auf die aktuelle Lage im Nahen Osten erinnerte Außenministerin Benita Ferrero-Waldner heute daran, daß bei der Entgegennahme des Sacharow-Preises - den das Europäische Parlament jährlich für Verdienste um den internationalen Frieden vergibt die zwei Preisträger - ein Palästinenser und eine Israelin, die jeder ein Kind in diesem Konflikt verloren haben - "bewegende Worte gefunden haben, die auch in die Zukunft weisen könnten - wenn die Verantwortlichen nur bereit wären zuzuhören".

Sinngemäß haben die beiden gesagt: "wenn wir entscheiden könnten, sollte aus dem Leid Kraft zur Heilung erwachsen, statt ein blinder, mit Hass geführter Kampf um Rache. Das Prinzip Auge um Auge droht die ganze Welt blind werden zu lassen".

"Ich kann mich dieser Aufforderung nur anschließen. Gerade in einer Zeit, in der in Afghanistan die Schleier Fallen und die Menschen hoffentlich wieder sehen lernen, sollte auch im Nahen Osten statt Blindheit, mit offenen Augen die Weitsicht für künftige Generationen gesucht werden", sagte die Außenministerin.