Fachdienst

Versetzungsrhythmus zwischen In- und Ausland

Auf Grund langjähriger Erfahrungen hat sich ein Tätigkeitsbild entwickelt, nach welchem die Angehörigen des Fachdienstes etwa ein Viertel der Dienstzeit im Inland und drei Viertel der Dienstzeit im Ausland verbringen. Die durchschnittliche Dauer der Verwendung an einem bestimmten Dienstort beträgt jeweils ca. vier Jahre. Um sicherzustellen, dass der Heimatbezug und das familiäre Kontaktnetzwerk nicht verloren geht, folgt in der Regel nach drei aufeinanderfolgenden Auslandsposten ein mehrjähriger Einsatz in der Zentrale in Wien.

Der auswärtige Dienst wird bestimmt durch das Mobilitätsprinzip und das Rotationsprinzip. Dies bedeutet, dass Angehörige des auswärtigen Dienstes nicht dem Versetzungsschutz unterliegen.

Obwohl die Bediensteten hinsichtlich der Auswahl des Dienstortes Wünsche äußern können, sind sie grundsätzlich verpflichtet, jeder Versetzung ins Ausland, aber auch der Einberufung in die Zentrale, Folge zu leisten.

Eine Aufnahme nur für einen bestimmten Dienstort oder nur für einen bestimmten Fachbereich (z.B. Kultur) ist nicht möglich.

Von den rund 1.170 Bediensteten des Außenministeriums gehören etwa 470 Bedienstete dem Fachdienst an.

Die Bediensteten des Fachdienstes führen im Inland wie im Ausland Supporttätigkeiten in folgenden Bereichen aus:

  • Sekretariatsarbeiten einschließlich Protokollierung und Verwaltung von Akten
  • Konzipierung von Schriftstücken (auch in Fremdsprachen)
  • Bearbeitung der Eingangspost
  • Unterstützung bei Vorbereitung und Durchführung von Delegationsbesuchen,
  • Betreuung der Homepage
  • Sachbearbeitertätigkeiten im administrativen Bereich (Personal-, Haus-, Inventarverwaltung)
  • Sachbearbeitertätigkeiten im konsularischen Bereich (z.B. Ausstellung von Visa und/oder Reisepässen, Betreuung von in Not geratenen ÖsterreicherInnen vor Ort, organisatorische Mitwirkung bei der Vorbereitung von Abwicklung von NR-, EU-Wahlen, etc.)
  • Sachbearbeitertätigkeiten im kulturellen Bereich (z.B. Mithilfe bei der Koordination und Betreuung von kulturellen Veranstaltungen)

Die Aufnahme in den Personalstand des Außenministeriums erfolgt zunächst als Vertragsbedienstete/r der Entlohnungsgruppe v3. Die Bezahlung erfolgt gemäß den einschlägigen Bestimmungen des Vertragsbedienstetengesetzes 1948, wobei das Anfangsgehalt per März 2014 € 1.618,50 brutto beträgt.

Vordienstzeiten in der Privatwirtschaft können nur bis zu einem Ausmaß von drei Jahren zur Hälfte berücksichtigt werden, Vordienstzeiten im öffentlichen Dienst werden voll angerechnet.

Grundausbildung und Dienstprüfung

Nach Dienstantritt durchlaufen die Bediensteten eine Grundausbildung in der Zentrale in Wien. Während dieser Zeit müssen die Bediensteten mehrere Grundausbildungsmodule an der Verwaltungsakademie des Bundes absolvieren und werden schwerpunktmäßig mit den Bereichen Kanzleiwesen und Sekretariat sowie im Rahmen interner Schulungen mit administrativen und konsularischen Agenden näher vertraut gemacht.

Aufnahmevoraussetzungen

  • Bereitschaft, alle 3 bis 4 Jahre den Dienstort zu wechseln und auch in Ländern mit schwierigen Lebensbedingungen zu arbeiten
  • eigene Bereitschaft und Bereitschaft des Partners/der Partnerin, länge Zeit in einem Land zu leben, wo der Partner/die Partnerin ev. keine Möglichkeit hat, einen Beruf auszuüben
  • Bereitschaft der Kinder, alle 3 bis 4 Jahre den Freundeskreis aufzugeben und die Schule zu wechseln
  • Freude an der Begegnung mit anderen Kulturen und Lebenskreisen
  • Redlichkeit, Sorgfalt, Gewissenhaftigkeit, Disziplin, Organisationstalent, Flexibilität, Ideenreichtum, Geduld, gutes Benehmen und Konzilianz
  • gute EDV- und Computerkenntnisse
  • sehr gute Englischkenntnisse, Kenntnisse weiterer Fremdsprachen vorteilhaft
  • für männliche Bewerber: Nachweis über den abgeleisteten Präsenz-/Zivildienst bzw. Untauglichkeitsnachweis

(gemäß dem Bundesgesetz über Aufgaben und Organisation des auswärtigen Dienstes - Statut, dem Beamten-Dienstrechtsgesetz, sowie dem Vertragsbedienstetengesetz)

  • österreichische Staatsbürgerschaft
  • Unbescholtenheit
  • Volljährigkeit
  • erfolgreich abgeschlossene Lehrausbildung bzw. erfolgreicher Abschluss einer mittleren Schule

Auskünfte

Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres
Referat VI.1e
1010 Wien, Minoritenplatz 8
E-Mail

Auswahlverfahren

Die Aufnahme in den Fachdienst erfolgt auf Grund eines in unregelmäßigen Abständen stattfindenden Auswahlverfahrens (je nach Personalbedarf), das sich in einen schriftlichen und mündlichen Teil gliedert.

  • Fremdsprache Englisch:
    • Überprüfung der Englischkenntnisse auf Basis eines Diktats aus einer fremdsprachigen Zeitung (ca. eine Seite) und
    • die schriftliche Übersetzung eines englischen Textes mit Hilfe von Wörterbüchern (Kenntnisse weiterer Fremdsprachen werden in mündlicher Form geprüft).
  • Multiple-Choice Test mit Fragen zur Überprüfung des Allgemeinwissens
  • Abschrift mittels PC einer Vorlage mit mindestens 2.300 Anschlägen in 10 Minuten
  • Phonotypie: Anfertigung eines Schrifttextes nach Diktat
  • Bewertung der mündlichen Fremdsprachenkenntnisse
  • Bewertung der allgemeinen geistigen, körperlichen und charakterlichen Eignung für eine Dienstleistung im In- und Ausland

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Zur Zeit gibt es noch keinen neuen Termin für das v3-Auswahlverfahren!