JPD-Programm

Als Nachfolgeprogramm des Ende 2012 ausgelaufenen Junior Experts in Delegations (JED) Programms der EU  wurde ab 2013 das neue JPD-Programm des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) und der EU Kommission (Junior Professionals in the EU Delegations) eingeführt , um hochqualifizierte JungakademikerInnen in die EU-Delegationen zu entsenden. Das JPD-Programm ermöglicht es BewerberInnen aus jedem EU-Mitgliedsstaat, ein 9-monatiges Praktikum (zusätzliche 9 Monate bei Verlängerung) in einer EU-Delegation zu absolvieren, um praktische Erfahrungen zu sammeln und die Kenntnisse im Bereich der EU-Außenbeziehungen zu vertiefen.

Das Auswahlverfahren

Das Auswahlverfahren erfolgt in Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, der Europäischen Kommission und dem Europäischen Auswärtigen Dienst. Qualifizierte JungakademikerInnen haben die Möglichkeit, sich bei der Abteilung VII.1 des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten zu bewerben, welche eine Vorauswahl der Kandidatinnen und Kandidaten trifft. Nach Prüfung der Bewerbungsunterlagen entscheidet der EAD über die Aufnahme der BewerberInnen in eine für den betreffenden Mitgliedsstaat angelegte Datenbank, aus welcher die EU-Delegationen anschließend die geeigneten BewerberInnen auswählen.

Gewöhnlich werden für eine Bewerbung folgende Unterlagen benötigt:

  • Ausgefülltes Formular “application form“ (abrufbar auf der Homepage des Europäischen Auswärtigen Dienstes)
  • Tabellarischer Lebenslauf (in deutscher und englischer Sprache)
  • Kopien aller relevanter Unterlagen (z. B. Zeugnisse, Bestätigungen, etc.)


Nach einer Vorauswahl auf Basis der übermittelten Unterlagen werden geeignete KandidatInnen zu einem kurzen  Auswahlgespräch in das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten eingeladen.

Zeitpunkt und zusätzliche Informationen zur nächsten Ausschreibungsrunde werden auf der Website des BMEIA publiziert, sobald diese Informationen von EU-Kommission und EAD an die Mitgliedsstaaten weitergeleitet wurden.

Teilnahmevoraussetzungen

  • Österreichische Staatsbürgerschaft
  • Verpflichtungen des Wehrgesetztes erfüllt
  • Abgeschlossenes Universitäts- oder Fachhochschulstudium auf mindestens Magisterniveau in einem für die Tätigkeit in den Delegationen relevanten Fachgebiet. Hierzu zählen vor allem: Diplomatie, Politikwissenschaften, Wirtschaft, allgemeine Handelspolitik; Presse, Kommunikation und Information; Justiz, Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit, institutionelle Entwicklung; Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Fischerei, ländliche Entwicklung, Entwicklungszusammenarbeit.
  • Fähigkeit im beruflichen Umfeld in den Amtssprachen der GASP und EU-Außenbeziehungen (Englisch und Französisch) zu kommunizieren. Kenntnisse einer Drittsprache sind von Vorteil.
  • Berufserfahrung ist nicht erforderlich, jedoch werden BewerberInnen, die eine bis zu vierjährige Berufserfahrung vorweisen können (davon höchstens ein Jahr bei EAD, EU Kommission oder anderen EU-Organen), bevorzugt.