Wissenschaft und Forschung
Österreich unternimmt alle Anstrengungen, in Forschung und Entwicklung mit vergleichbaren Industriestaaten Schritt zu halten.
Die Forschungspolitik unterscheidet zwischen wissenschaftsbezogener und wirtschaftsorientierter Forschung. Stätten der wissenschaftsbezogenen Forschung sind: Universitäten und Hochschulen, die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die Institute der Ludwig - Boltzmann - Gesellschaft, die höheren technischen Lehranstalten sowie andere staatliche und private Forschungseinrichtungen. Träger der wirtschaftsorientierten Forschung sind: österreichische Unternehmungen sowie private und staatliche Forschungseinrichtungen für ganze Wirtschaftszweige. Die Schwerpunkte der internationalen wissenschaftlich - technologischen Zusammenarbeit Österreichs bestehen in der Kooperation mit der EU, vor allem im Bereich der Rahmenprogramme für Forschung und Entwicklung und in der Zusammenarbeit mit Drittländern, ferner im Rahmen von COST (Coopération européenne dans le domaine de la Recherche Scientifique et Technique) und EUREKA (European Research Coordination Agency). Weiters beteiligt sich Österreich u.a. an den Aktivitäten des Europarats, der ESA (European Space Agency), des CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire), des EMBL (Europäisches Molekular - Biologisches Laboratorium), der OECD und der UNESCO.
Österreich hat rund 20 Universitäten, darunter die im Jahre 1365 gegründete Universität Wien. Sie ist nach der 1348 gegründeten Prager Karlsuniversität die zweitälteste Universität Mitteleuropas. Heute zählt die Universität Wien zu den grössten in Zentraleuropa.
Vierzehn gebürtige Österreicher erhielten Nobelpreise:
Friedensnobelpreis:
Bertha von Suttner (1905), Alfred Hermann Fried (1911)
Nobelpreis für Physiologie oder Medizin:
Robert Bárány (1914), Julius Wagner-Jauregg (1927) Karl Landsteiner (1930), Otto Loewi (1936), Konrad Lorenz (1973), Karl Frisch (1973), Eric Richard Kandel (2000)
Nobelpreis für Chemie:
Fritz Pregl (1923), Richard Zsigmondy (1925), Richard Johann Kuhn (1938), Max Ferdinand Perutz (1962), Walter Kohn (1998)
Nobelpreis für Physik:
Erwin Schrödinger (1933), Viktor Franz Hess (1936), Wolfgang Pauli (1945)
Literaturnobelpreis:
Samuel Josef Agnon (1966), Elias Canetti (1981), Elfriede Jelinek (2004)
Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften:
Friedrich August Hayek (1974)

