Österreich und 100 Jahre Schisport in Japan

- Generalmajor Theodor Edler von Lerch
In Japan zählt es zum Allgemeinwissen, in Österreich ist es kaum bekannt: bei der Verbreitung des Schisports im Land der aufgehenden Sonne, wo bereits zwei Mal Olympische Winterspiele stattgefunden haben, spielte Österreich eine zentrale Rolle.
Die Einführung des Schisports in Japan ist einem Österreicher zu verdanken: K. u. K. Generalmajor Theodor von Lerch brachte 1911/1912 das Schifahren nach Japan und ist aus der Geschichte des alpinen Wintersports in Japan nicht wegzudenken.
Ein Beispiel ist das nordjapanische Schigebiet Niseko, das unter Insidern als eines der besten in ganz Asien gilt. So wie auch andere Schiorte in Japan feiert Niseko 2012 sein 100-jähriges Schijubiläum. Vor hundert Jahren, im April 2012, hat dort Theodor von Lerch erstmals das Schifahren bekannt gemacht. Begangen wird dieses Ereignis mit einer Reihe von Veranstaltungen, die Lerchs Rolle in der Geschichte von Niseko beleuchten, darunter ein Lerch-Quiz, bei dem u.a. eine Reise nach Österreich zu gewinnen ist. Auf den Skipisten von Niseko wird derzeit auch ein Lerch-Schnurrbartfotowettbewerb ausgetragen, bei dem man Fotos einsenden und u.a. Liftpässe gewinnen kann.
In der Stadtverwaltung von Niseko arbeitet seit Sommer 2011sogar eine Österreicherin. Eva Haslauer ist dort im Rahmen eines Austauschprogrammes als Koordinatorin für internationale Angelegenheiten tätig und auch für die Feierlichkeiten anlässlich des 100-jährigen Schijubiläums zuständig.
