Wirtschaft
Österreich-Iranische Wirtschaftsbeziehungen
Zwischen Österreich und dem Iran bestehen traditionell gute Wirtschaftsbeziehungen. Seit Jahrzehnten sind Produkte und Dienstleistungen österreichischer Unternehmen im Iran geschätzt.
Derzeit sind rund 200 österreichische Unternehmen - meist über lokale Vertreter - permanent auf dem iranischen Markt aktiv, weitere 450 tätigen sporadisch Lieferungen. 35 Unternehmen verfügen über eigene Niederlassungen im Land. Der Bogen der angebotenen Produkte und Dienstleistungen österreichischer Unternehmen spannt sich von Konsumgütern über Beratungsleistungen bis hin zum Anlagenbau. Die stärksten Produktgruppen innerhalb der österreichischen Exporte sind Maschinen und elektro- / elektrotechnische Produkte. Gemeinsam sind sie für fast 60 % des Volumens verantwortlich.
Österreich beachtet bei der Gestaltung seiner Wirtschaftsbeziehungen zum Iran die Sanktionsbeschlüsse der Vereinten Nationen – insbesondere Resolution 1929 des UN-Sicherheitsrates - sowie der Europäischen Union. Obwohl der Großteil der österreichischen Exportleistungen in den Iran von den derzeit geltenden Sanktionen auf Grund der Produkte nicht direkt betroffen ist, wird der Handel zwischen den beiden Ländern durch die indirekten Auswirkungen - vor allem im Bereich der Zahlungsabwicklung – erheblich erschwert.
Das bilaterale Handelsvolumen des Jahre 2010 von gut 660 Mio. EUR wird im Jahr 2011 bei weitem nicht erreicht werden. Vor allem die österreichischen Importe aus dem Iran sind massiv eingebrochen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2011 wurde ein Rückgang von beinahe 90 % verzeichnet. Importiert wurden vor allem medizinische Katheder, Teppiche und getrocknete Früchte. Die Exporte in den Iran gingen in den ersten drei Quartalen des Jahres 2011 um 14 % zurück und beliefen sich auf 210 Mio. EUR. Mechanische Maschinen wie Kompressoren und Lademaschinen sowie elektrotechnische Produkte sind weiterhin die wichtigsten Exportwaren, gefolgt von pharmazeutischen Erzeugnissen und medizinischen Geräten.
Der Iran ist aufgrund seiner Größe und Bevölkerungszahl, seiner Entwicklung und geographischen Lage mit Zugang zum Persischen Golf und Kaspischen Meer sowie seiner Wirtschaftsstruktur - Iran ist der höchstindustrialisierte Staat des Nahen Ostens – auch ein potentiell attraktives Land für ausländische Investoren. Zurzeit sind die ausländischen Direktinvestitionen jedoch gering, vor allem die Investitionen aus Europa sind rückläufig.
Für nähere Informationen zu den bilateralen Handelsbeziehungen wenden Sie sich bitte an das AußenwirtschaftsCenter Teheran.
Stand: Jänner 2012
Für einen allgemeinen, ausführlichen Überblick über Österreich als Wirtschafts- und Arbeitsstandort konsultieren Sie bitte den aktuellen Wirtschaftsbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend.
Zu bilateralen Handelsbeziehungen können Sie die das AussenwirtschaftCenter (AC) kontaktieren.
Wissenswertes über Österreichs Außenwirtschaft finden Sie hier.
