Ars electronica bei der 2nd Tehran Annual Digital Art Exhibition
Großes Interesse an österreichischen Beiträgen
Zwei österreichische Beiträge werden derzeit bei der TADAEX 2012 in Teheran, der 2nd Tehran Annual Digital Art Exhibition, gezeigt. Die TADAEX 2012 wird vom 6. bis 18. Juli 2012 in der Teheraner Avantgarde-Galerie Mohsen Gallery unter Koordination deren Eigentümers und Direktors, Ehsan Rasoulof, abgehalten.
Die Ars electronica fungiert nicht nur als Festivalpartner, sondern wird auch mit einer Großpräsentation unter Leitung deren Mitbegründers und auch Initiators des Prix Ars Electronica, Hannes Leopoldseder, am 13. Juli vorgestellt.
Der österreichische Medienkünstler Julian Palacz faszinierte schon bei der Eröffnung mit seinem Beitrag Algorithmic search for love das Kunst- und Film-affine iranische Publikum: Mittels einer Tastatur können Begriffe eingegeben werden, wozu entsprechende Filmszenen, welche dieses Wort (egal, in welcher Sprache) enthalten, abgespielt werden. ‚In einer Zeit, die weitaus mehr digitale Kulturgüter als analoge bereitstellt, entstehen durch das einfach gewordene Sammeln und Tauschen große persönliche Kollektionen von Mediendaten (Musik, Filme, Serien, etc.). Die Suchmaschine ist in der Lage, in privaten Film- & Video-Archiven mittels Texteingabe gesprochene Sprache zu suchen. Die Filmsammlung wird damit zur Datenbank von Schlagwörtern, wobei jedes im Archiv vorhandene gesprochene Wort bzw. jede Wortreihe zum Suchbegriff werden kann. Eine Auswahl des Suchbegriffs bestimmt also den jeweiligen Prozess der Neu-Sequenzierung von Bild und Ton des vorhandenen filmischen Materials. “algorithmic search for love” erzeugt einen Algorithmus, der BetrachterInnen neue Möglichkeiten audiovisueller Narrativität eröffnet.‘
Die Eröffnung am 6. Juli wurde von mehr als 1500 BesucherInnen geradezu gestürmt. Der österreichische Botschafter, Dr. Thomas M. Buchsbaum, sagte bei der Eröffnung, er freue sich nicht nur über diese signifikante österreichisch-iranische Kooperation auf den Gebiet der zeitgenössischen Kunst, welche er durch KünstlerInnen-Austausch (Artist-in-residence-Programme) und Galerie-Kooperationen aktiv fördere, sondern auch über das immer große Echo der Teheraner KünstlerInnen und KunstkennenInnen auf den interkulturellen Austausch zwischen iranischen und österreichischen KünstlerInnen und WissenschafterInnen.
