Austriantrade, die Außenwirtschaftsorganisation (AWO) der Wirtschaftskammer Österreich
Austriantrade ist der offizielle Repräsentant der österreichischen Wirtschaft im Ausland und damit der größte Serviceanbieter auf dem Gebiet des Außenhandels.
Mit ihrem Netzwerk von über 100 Außenhandelsstellen in 70 Ländern ist Austriantrade in einer einzigartigen Lage, österreichische Unternehmen weltweit zu beraten und anzuleiten. Die Außenhandelsstellen helfen österreichischen Unternehmen, neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen und existierende zu verstärken. Sie stellen ebenso den Kontakt zwischen Verkäufern und potentiellen Vertretern, Importeuren und anderen möglichen Partnern her.
Weiters können sie Bonitätsprüfungen zur Verfügung stellen und bei Markenfragen und Patentanmeldungen Unterstützung leisten.
Die Außenhandelsstellen sind aber auch die Brücke für internationale Unternehmen, um in Österreich erstklassige Partner zu finden. Austriantrade verbindet einen hohen Grad an Offenheit und Internationalität mit einem umfassenden Netzwerk an lokalen Kontakten in Österreich.
Diese Vorteile stellen schnelle, kompetente Antworten auf alle Ihre Anforderungen und adäquate Lösungen für Ihre Probleme sicher.
Informationen über Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Geschäftschancen der Außenhandelsstelle Sarajevo erhalten Sie auf:
Außenhandelsstelle Sarajewo
Fra Andjela Zvizdovica 1/19, Tower B
71000 Sarajevo
Telefon: +387.33.267850
Telefax: +387.33.222336
Eamil: sarajevo@austriantrade.org
Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen
Österreich bleibt trotz einer generellen Stagnation der ausländischen Direktinvestitionen nach Bosnien-Herzegowina mit einem Gesamtinvestitionsvolumen seit 1996 in der Höhe von knapp 1 Mrd. EUR der bedeutendste Investor. Österreichische Unternehmen nutzen mit ihrer strategischen Standortentscheidung zugunsten Bosnien-Herzegowinas nicht nur die Vorteile niedriger Produktionskosten und steigender lokaler Nachfrage nach ihren Produkten, sondern vor allem auch die ausgezeichneten Absatzmöglichkeiten in den Staaten des ehemaligen Jugoslawiens, mit denen Freihandelsabkommen bestehen.
Die bilateralen Handelsbeziehungen waren 2006 von der Einführung der MWST in Bosnien-Herzegowina geprägt. Die Vorziehkäufe in den letzten Monaten des Jahres 2005 resultierten in einem relativ drastischen Abfall der österreichischen Warenlieferungen in den Monaten Januar – Oktober 2006 um -11,5% auf 203 Mio. EUR. Im gleichen Zeitraum war bei den bosnisch-herzegowinischen Lieferungen nach Österreich eine Zunahme um 75,1% auf 140,5 Mio. EUR zu verzeichnen. Damit gibt es erstmals mit BuH eine annähernd ausgeglichene Handelsbilanz und der mehrjährige Trend vermehrter Lieferungen bosnischer Waren nach Österreich verstärkte sich auch 2006 massiv.
Chancen für österreichische Unternehmen
Die Chancen für österreichische Unternehmen liegen mehr denn je bei der weiteren Sanierung der öffentlichen Infrastruktur des Landes. Die multilateralen Finanzierungsinstitutionen platzieren ihre Mittel nach Beendigung der ersten infrastrukturellen Sanierungsphase (Rehabilitierung der wichtigsten Strassen und Schienennetze sowie der Verwaltungsgebäude) nunmehr verstärkt in die Modernisierung der umwelttechnischen Infrastruktur des Landes.
2006 trat ein bilaterales soft loan Abkommen zwischen Österreich und BuH in Kraft, das vor allem auf Infrastrukturprojekte anwendbar ist. Die Außenhandelsstelle Sarajevo wird mit diesem Instrument gemeinsam mit österreichischen Firmen in Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden Projekte entwickeln. Darüber hinaus wurde im Juli zwischen dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und dem Ministerium für Kommunikation und Transport von BuH eine Kooperation im Bereich Transportinfrastruktur und Technologietransfer vereinbart. In gemeinsamen Arbeitsgruppen werden österreichische Unternehmen die Gelegenheit bekommen, an die Planung und Umsetzung prioritärer Transportinfrastrukturprojekte des Landes heranzugehen.

