Austriantrade, die Außenwirtschaftsorganisation (AWO) der Wirtschaftskammer Österreich
Austriantrade ist der offizielle Repräsentant der österreichischen Wirtschaft im Ausland und damit der größte Serviceanbieter auf dem Gebiet des Außenhandels.
Mit ihrem Netzwerk von über 100 Außenhandelsstellen in 70 Ländern ist Austriantrade in einer einzigartigen Lage, österreichische Unternehmen weltweit zu beraten und anzuleiten. Die Außenhandelsstellen helfen österreichischen Unternehmen, neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen und existierende zu verstärken. Sie stellen ebenso den Kontakt zwischen Verkäufern und potentiellen Vertretern, Importeuren und anderen möglichen Partnern her.
Weiters können sie Bonitätsprüfungen zur Verfügung stellen und bei Markenfragen und Patentanmeldungen Unterstützung leisten.
Die Außenhandelsstellen sind aber auch die Brücke für internationale Unternehmen, um in Österreich erstklassige Partner zu finden. Austriantrade verbindet einen hohen Grad an Offenheit und Internationalität mit einem umfassenden Netzwerk an lokalen Kontakten in Österreich.
Diese Vorteile stellen schnelle, kompetente Antworten auf alle Ihre Anforderungen und adäquate Lösungen für Ihre Probleme sicher.
Informationen über Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Geschäftschancen der Außenhandelsstelle Sarajevo erhalten Sie auf:
Außenhandelsstelle Sarajewo
Fra Andjela Zvizdovica 1/19, Tower B
71000 Sarajevo
Telefon: +387.33.267850
Telefax: +387.33.222336
Eamil: sarajevo@austriantrade.org
Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen
Investitionen aus Österreich
Österreich ist mit einem kumulierten Investitionsvermögen von ca. 1 Mrd. EUR Top-Investor in Bosnien-Herzegowina und liegt somit vor Serbien, Kroatien und Slowenien. Österreich ist für knapp 20 % der gesamten ausländischen Direktinvestitionen seit 1994 verantwortlich. Österreichische Firmen sind in vielen Branchen Marktführer in Bosnien-Herzegowina. Der Finanzsektor wird rot-weiß-rot dominiert, dasselbe gilt für die Baumaterialbranche.
Handelsbeziehungen
Das bilaterale Außenhandelsvolumen konnte sich 2010 nach dem Einbruch von 2009 stabilisieren. Österreich exportierte 2010 mit einem Warenwert von 293,2 Mio. EUR um + 5,4% mehr als im Vorjahr, die Lieferungen aus Bosnien-Herzegowina nach Österreich stiegen um +35,4 % stark auf einen Wert von 244,9 Mio. EUR. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2011 setzt sich dieser Trend fort. Österreichs Exporte stiegen um 20,8 % auf EUR 159,1 Mio. an. Auffällig ist, dass erstmals die Importe aus Bosnien-Herzegowina höher als die Exporte nach Bosnien-Herzegowina ausgefallen sind (EUR 169 Mio., + 55,6%).
Führende Exportwarengruppe aus Österreich waren im ersten Halbjahr 2011 „Bearbeitete Waren“. Hier wurden vor allem Metallwaren, Leder, Textilien, Zeitungsdruckpapier, und Baumaterial geliefert. Die zweitwichtigste Warengruppe sind Maschinenbauerzeugnisse und Fahrzeuge.
Die wichtigsten während des ersten Halbjahres 2011 importierten Warengruppen aus Bosnien-Herzegowina waren Fertigwaren (Schuhe Holzmöbel und Bekleidung), bearbeitete Waren (Aluminium und andere unedle Metalle), Maschinenbauerzeugnisse (Wälzlager), Rohstoffe (rohe Häute und Holz), chemische Erzeugnisse (Natriumcarbonat) sowie Erdöl und Öl. Viele dieser Importgüter aus Bosnien-Herzegowina erzielten sehr hohe Steigerungsraten. Verantwortlich für den Anstieg der Importe aus Bosnien-Herzegowina ist die Entwicklung einer Lohnverarbeitungsindustrie. Diese importiert Rohstoffe aus Österreich, verarbeitet diese in Bosnien-Herzegowina und exportiert die Fertigprodukte zurück nach Österreich.

