Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen
Insbesondere seit Inkrafttreten des EU-Chile Assoziationsabkommens 2003 gestalten sich Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Chile dynamisch. Dies betrifft in erster Linie den Warenaustausch, der 2010 mit Exporten von Österreich nach Chile in Höhe von 126 Mio. € und von Chile nach Österreich in Höhe von 120 Mio. € wieder ein sehr gutes Ergebnis erreichte. Chile ist nach Mexiko und Brasilien der wichtigste Handelspartner Österreichs in Lateinamerika. Setzt man österreichische Exporte und Handelsvolumen zur Bevölkerungszahl ins Verhältnis, steht Chile klar an erste Stelle im Vergleich zu allen anderen lateinamerikanischen Ländern. Chile wird auch als Investitionsstandort für österreichische Unternehmen immer attraktiver.
Handelsbilanz
| Bilateraler Warenaustausch (in Mio €) | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 |
| Österreichische Exporte nach Chile | 104,9 | 109,5 | 71,18 | 126,30 |
| Importe aus Chile nach Österreich | 171,8 | 183 | 67,72 | 119,93 |
| Handelsbilanz (zu Gunsten Chiles) | 66,9 | 73,5 | - 3,46 | - 6,37 |
Der chilenische Markt wird von rund 400 österreichischen Firmen bearbeitet, ca. 20 österreichische Unternehmen sind in Chile niedergelassen. Während sich die chilenischen Exportgüter nach Österreich auf den Grundstoffbereich konzentrieren – ca. 2/3 Molybdän – umfassen die österreichischen Exporte ein breites Spektrum an Investitionsgütern, Halb- und Fertigwaren, vor allem im industriellen und technologischen Bereich. Als Beispiel sei die berührungslose Verkehrsflussmessung in Santiago genannt, die mit Technologie eines österreichischen Unternehmens ausgestattet ist.
Im Bereich der Unterhaltungs- und Glücksspielindustrie konnten sich österreichische Unternehmen erfolgreich an zuletzt vergebenen Casino-Lizenzen beteiligen und sind damit als Investoren an Großprojekten in Chile präsent.
