Das Historische Institut beim Österreichischen Kulturinstitut in Rom
Das Historische Institut beim Österreichischen Kulturinstitut in Rom wurde 1881 auf Initiative von Theodor von Sickel gegründet, unmittelbar nach der Öffnung des Vatikanischen Archivs für Forschungen für die Sammlung von Daten für das Archiv über frühmittelalterliche Geschichte Österreichs; die Publikation der wissenschaftlichen Erkenntnisse des "Österreichischen Instituts für Historische Studien in Rom" wurde unter die Schirmherrschaft der Österreichischen Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften gestellt. Im Jahre 1935 wurde das Institut dem neugeschaffenen Österreichischen Kulturinstitut in Rom als "Abteilung für Historische Studien" angegliedert; am 1. Jänner 1982 nahm es die Bezeichnung Historisches Institut des Österreichischen Kulturinstituts in Rom an. Seit 1991 hängt die Finanzierung direkt vom Bundesministerium für Unterricht, Wissenschaft und Kunst ab, die wissenschaftliche Leitung verbleibt weiter bei der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Die wichtigsten Ziele des Instituts betreffen den Bereich der Geschichte im weitesten Sinn (von der Antike bis zur Gegenwart), die Kunst- und Musikgeschichte. Das Institut gibt eine jährliche Publikation ("Römische Historische Mitteilungen") und eine Serie anderer Publikationen heraus. Das Institut ist im gleichen Gebäude wie das österreichische Kulturforum in Rom untergebracht und beherbergt jährlich auch Stipendiaten aus den genannten Studienbereichen.
PROJEKTE: Die architektonische Dekoration der Thermen des Caracalla; Vorbereitung eines Registers der Akte der Patriarchen von Aquileia; kritische Edition der Register der Kanzlei Papst Innozenz III (1198-1216); Sammlung und Analyse der vatikanischen Akte über die Geschichte des Erzbistums Passau und des Bistums der Herzöge von Österreich von 1342 bis 1378 ("Acta Pataviensia Austriaca"); die Architektur der Jesuiten in Italien (1540-1773); Ausarbeitung einer Ausgabe der Berichte der apostolischen Nuntien bei den Höfen des österr. Territoriums gegen das Ende des XVI und Beginn des XVII Jahrhunderts (die "Nuntiatur Graz"); Zeichnungen und Drucke über die römische Architektur des XVII Jhdts.; Untersuchungen über die Beziehungen zwischen Österreich und den verschiedenen ital. Staaten im XVIII Jhdt..
