Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen Österreich Italien
Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Italien sind seit jeher ausgezeichnet. Italien ist traditionell nach Deutschland sowohl export- als auch importseitig unser zweitwichtigster Handelspartner.
Insgesamt werden 8 % aller österreichischen Exporte nach Italien getätigt. Auf der Liste der wichtigsten Lieferländer Italiens befindet sich Österreich damit auf Platz zehn. Regional konzentrieren sich die österreichischen Exporte und Importe auf die norditalienischen Regionen Lombardei, Veneto, Südtirol, Friaul und Emilia Romagna. Der höchste Pro-Kopf Import wurde mit knapp 1.000 Euro in Südtirol, der niedrigste mit je 10 Euro in Sizilien und Sardinien verzeichnet. Der Großteil der ca. 220 österreichischen Niederlassungen in Italien befindet sich ebenfalls in Norditalien.
Die EU-Mitgliedschaft Österreichs seit 1995 eröffnete beiden Seiten, v.a. im Dienstleistungsbereich, neue Möglichkeiten. Seit dem EU-Beitritt bis 2008 haben sich die Exporte Österreichs nach Italien verdreifacht, die Importe aus Italien nach Österreich verdoppelt. Nach dem Rezessionsjahr 2009 mit einem Einbruch des Bruttoinlandsproduktes um -5,2% schwenkte die italienische Wirtschaft 2010 mit einem Wachstum von +1,2% wieder auf Erholungskurs. Dies wirkte sich auch positiv auf die die österreichischen Handelsbeziehungen mit Italien aus. Im Jahr 2010 erreichten die österreichischen Lieferungen nach Italien mit +12,7% EUR 8,55 Mrd. Die österreichischen Bezüge aus Italien stiegen um +15,4% auf EUR 7,65 Mrd. Damit erzielte Österreich 2010 ein Handelsbilanzaktivum von EUR 900 Mio.
Österreichs wichtigste Exportwaren nach Italien sind Holz, Maschinen und Anlagen, Eisen- und Stahlwaren, Fahrzeuge, Kunststoffe, Papier und Pappe sowie Lebensmittel. Österreich exportiert heute mehr höherwertige Fertigwaren und weniger Rohstoffe nach Italien als früher. Italien liefert vorrangig Maschinen, Fahrzeuge, Eisen- und Stahlwaren, Kunststoffe, Möbel, Schuhe und Bekleidung sowie Lebensmittel nach Österreich.
Eine Sonderrolle in den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen spielt historisch und kulturell bedingt Südtirol. Österreichs Importe aus Südtirol erreichten 2010 rund 368 Mio. Euro, was knapp 5% der österreichischen Gesamt-Importes aus Italien entspricht. Mehr als doppelt so hoch ist mit 13% dagegen der Anteil der österreichischen Exporte nach Südtirol gemessen an den Gesamtexporten nach Italien: 2010 konnte bei den Exporten nach Südtirol ein Gesamtwert von 1.044 Mio. Euro erzielt werden.
Tourismus
Italien hält seit Jahren den Spitzenplatz als beliebtestes Ziel für Haupturlaubsreisen der Österreicher mit einem Anteil 20,5% vor Deutschland (15,3%), Kroatien (10,2%) und Spanien (6,6%).
Italien ist allerdings auch ein wichtiger Herkunftsmarkt für die österreichischen Tourismusbetriebe. Im Jahr 2010 wurden in Österreich 1.067.721 Ankünfte von italienischen Gästen verzeichnet. Dies entspricht einem Plus von 1,1 % im Vergleich zu 2009. Auch die Nächtigungen waren mit 3.020.992 leicht steigend (+0,2%). Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer des italienischen Gastes betrug 2010 2,8 Tage. Bei den Ausländernächtigungen liegt Italien 2010 als Herkunftsland an 5. Stelle und nimmt dabei einen Anteil von 3,4% ein; bei den gesamten Ausländerankünften hingegen liegt der Anteil Italiens bei 4,9%.
Weitere Informationen sind über die AußenwirtschaftsCenter der Wirtschaftskammer Österreich in Italien erhältlich.
AußenwirtschaftsCenter Mailand
Piazza del Duomo 20
I-20122 Milano/Italia
Tel: +39 02/879 09 11
Fax: +39 02/87 73
E-Mail: mailand(at)wko.at
W: http://wko.at/awo/it
AußenwirtschaftsCenter Padua
Via E. Filiberto 3
I-35122 Padova/Italia
Tel: +39 049/876 25 30
Fax: +39 049/876 27 76
E-Mail: padua(at)wko.at
W: http://wko.at/awo/it
AußenwirtschaftsCenter Rom
Via G.B. Pergolesi 3
I-00198 Roma/Italia
Tel.: +39 06/85 30 5233
Fax: +39 06/841 27 44
E-Mail: rom(at)wko.at
W: http://wko.at/awo/it
