Bilaterale Beziehungen

- Riccardo Muti dirigiert die Wiener Philharmoniker, Neujahrskonzert 2004Foto: Wiener Philharmoniker
Bilaterale Beziehungen
Vor dem Hintergrund der bewegten europäischen Geschichte, die auch die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern geprägt hat, sind Italien und Österreich heute zwei EU-Partner und Nachbarn, die auf vielfältige und enge Weise miteinander verflochten sind. Es herrscht ein reger Besuchsaustausch auf politischer Ebene (seit 2001 gibt es einen "formalisierten strukturierten politischen Dialog", der regelmäßige Treffen auf politischer Ebene vorsieht), die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Staaten entwickeln sich ausgesprochen positiv und dynamisch, für Italiener und Österreicher ist das jeweils andere Land auch eine sehr beliebte Urlaubsdestination. Dazu trägt die große Affinität bei, die Österreicher seit jeher für Italien und seine reiche Kultur empfinden - so wie italienische Touristen etwa die österreichische Kunst und Festspielkultur bzw. die Naturschönheiten unseres Landes suchen.
Zwischen den Grenzregionen auf beiden Seiten hat sich eine sehr fruchtbare direkte Zusammenarbeit entwickelt, für die v.a. die von Tirol, Südtirol und dem Trentino gegründete "Europaregion" ein sehr erfolgreiches Beispiel darstellt. Italien und Österreich pflegen beide auch sehr aktive Beziehungen mit unseren neuen EU-Partnern in der Nachbarschaft sowie mit den Staaten Süd-Osteuropas.
Von spezieller Bedeutung für die Beziehungen zwischen Italien und Österreich ist weiters das Thema Südtirol. Die Südtirol-Autonomie stellt jedenfalls heute in Europa ein geglücktes Modell des Minderheitenschutzes und des ausgeglichenen Zusammenlebens unterschiedlicher Sprachgruppen dar, das auch im Umfeld verschiedener Veränderungen auf unserem Kontinent weiterhin großen Stellenwert haben wird.
