Umweltschutz
Umweltschutz ist für Österreich immer mehr zu einem vorrangigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anliegen geworden. Wegen der Komplexität der Probleme der Umweltverschmutzung und der historisch gewachsenen Verteilung der öffentlichen Aufgaben auf mehrere Gebietskörperschaften werden Maßnahmen zum Schutz der Umwelt nicht nur von den Bundesbehörden, sondern auch von den Landesregierungen und Gemeinden getroffen.
Die in Österreich zu Gunsten des Umweltschutzes getätigten Investitionen sind beträchtlich. Sie lagen 1999 bei etwa 3 % des Bruttoinlandsprodukts.
Im europäischen Vergleich gibt es in Österreich überdies sehr strenge Normen in den Bereichen Abfallwirtschaft, Chemikalien oder bei der Luftreinhaltung für Kesselanlagen. Auch die Grenzwerte für Luftschadstoffe liegen innerhalb der Bandbreite jener der USA, Japans, Deutschlands oder der Schweiz. In der Landwirtschaft wurde zudem verstärkt auf ökologische Kriterien Rücksicht genommen: So gibt es hier sehr strenge Bestimmungen über den Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln.
Mit dem Umweltinformationsgesetz will man in Österreich auch für mehr Transparenz im Bereich der Umweltinformation - Zugänglichkeit von Umweltdaten - sorgen. Durch ein Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetz wird den Anliegen der Bürger hinsichtlich ihrer Gesundheit und ihrer Umwelt verstärkt Rechnung getragen.
Durch entsprechende Programme konnte auch die Wasserqualität der österreichischen Seen auf ein ausgezeichnetes Niveau gebracht werden. Ebenso wurde die Sicherung und Verbesserung der für das Gebirgsland Österreich unverzichtbaren Schutzwirkung des Waldes zu einem dringlichen Anliegen. Dazu hat das Landwirtschaftsministerium gemeinsam mit den Bundesländern ein nationales Schutzwaldsanierungskonzept ausgearbeitet, das durch Maßnahmen der Bundesforste zu einem umfassenden Programm ergänzt wird.
