„Latitude 34 - I walk the line" - Fotos von Malika Sqalli

- The yellow tripBild: Malika Sqalli
Die jährlich in Rabat stattfindende Fotoausstellung der Stiftung CDG ist 2013 den Fotoarbeiten des Projekts „Latitude 34" von Malika Sqalli gewidmet. Die erste Tranche des Projektes wurde bereits 2011 im „Le Cube – independent art room“ in Rabat gezeigt.
Die Fotokünstlerin marokkanisch-österreichischer Abkunft erkannte, dass sowohl ihre Geburtsstadt Rabat als auch ihre Wahlheimat Los Angeles auf dem 34. Breitengrad liegen. Dies ist der Ausgangspunkt für eine lange Reise um die Erde, die sie fotografisch dokumentieren wollte. Sie folgt der imaginären Linie zunächst quer durch Amerika, Japan und China. Sie wechselt auf den 34. Breitengrad in der südlichen Hemisphäre und durchquert Neuseeland, Südaustralien und Südamerika. Den Grossteil der Reise legt sie allein mit dem Auto zurück, einige Etappen per Flugzeug, Bus oder Zug, manchmal greift sie auch zum Rad. Sie erkämpft sich ihre fotografischen Aufnahmen auf unwegsamen, einsamen Strassen und wird mit Naturkatastrophen wie Überschwemmungen (Australien), Hitze, Kälte konfrontiert. Die Mühen und Beschwernisse werden oft durch interessante menschliche Begegnungen belohnt.

- Malika SqalliBild: Malika Sqalli
Malika Sqallis Arbeiten sind keine Fotografien im herkömmlichen Sinn. Ihr Interesse gilt nicht Attraktionen oder berühmten Orten, sondern sie versucht, die Poesie des Alltags aufzuspüren, Stimmungen einzufangen, die Schönheit der Natur, seien es nun Meer oder Wüsten, Berge, Wolken, Gewitter, Bäume in ihre Fotos zu bannen. Bemerkenswert ist, wie sie Parallelen und Unterschiede von weit voneinander entfernten Orten herausgearbeitet. Sie möchte die Realität in einer neuen Perspektive zeigen. Ihre Devise lautet: Kunst ist nicht das, was man sieht, sondern das, was man zeigen will (E. Degas).
Die Künstlerin wurde in Marokko als Tochter einer österreichischen Mutter und eines marokkanischen Vaters geboren Sie übersiedelte als Jugendliche nach Montpellier in Frankreich, wo sie die Akademie der Schönen Künste besuchte. Seit 2000 lebt und arbeitet sie in London, Rabat und Los Angeles. Ihre Arbeiten wurden in Ausstellungen in Großbritannien, Amerika, Marokko und Österreich gezeigt. Malika Sqalli wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika und Frankreich vielfach ausgezeichnet. Eine ihrer Installationen im Rahmen der Salzburger Sommerakademie wurde mit dem ersten Preis prämiert.
„Espace Expressions“
Caisse de Dépôts et de Gestion (CDG)
Place Moulay Hassan, Rabat
5. März bis 12. April 2013
