Kulturelles 2013
Tierdokumentarfilme in Rabat

- "Hide and Cheat", Dokumentarfilm von Kurt MündlBild: Kurt Mündl
Das "9. Internationale Festival für den Tier- und Umweltfilm" (1.-4. Mai 2013) hat vielbeachteten österreichische Dokumentarstreifen nach Rabat eingeladen. "Hide and Cheat" von Kurt Mündl entführt in die faszinierende Welt der Insekten und dies in 3D HD Qualität, deren Technologie es möglich macht, die winzigen Kreaturen bei ihrer Interaktion mit Artgenossen, Beutetieren, Fressfeinden und Menschen hautnah zu beobachten. Die Aufnahmen sind so wirklichkeitsnah, dass der Zuschauer glaubt, er die kleinen Schönheiten und Monster im Kinosaal berühren.

- "Wüstenschiffe", Dokumentarfilm von Georg MischBild: G. Misch
"Wüstenschiffe - von Kamelen und Menschen", ein Film von Georg Misch, berichtet von wahren Lebenskünstlern und der mehr als 5000-jährigen Koexistenz von Mensch und Kamel. Kamele können bis zu zehn Monate ohne einen Tropfen Flüssigkeit überleben, dann in nur 15 Minuten über 200 Liter Wasser aufnehmen und sogar Meerwasser verdauen. Die Domestizierung dieser faszinierenden Tiere als Transportmittel ermöglichte den Beginn des antiken Fernhandels, denn Kamele überbrückten zum ersten Mal Distanzen von tausenden Kilometern in oft lebensfeindlichen Gebieten und wurden so zum Rückgrat der sagenhaften Salz- und Weihrauchkarawanen. Für große Teile Afrikas, Asiens und die Beduinen Arabiens sind Kamele auch heute noch die wichtigste Quelle für Milch, Fleisch, Leder und Wolle sowie Dung als Brennstoff. Die Beduinen nennen das Kamel deswegen Al-Ata Allah, die „Gottesgabe“.
Präsentation:
Théâtre Mohammed V, Rabat
2. Mai 2013
15:30 Uhr: "Wüstenschiffe - von Kamelen und Menschen"
19:00 Uhr: "Hide and Cheat"
Lalish Theaterlabor in Fes

- Lalish TheaterlaborBild: Lalish Theaterlabor
Das Wiener Lalish Theaterlabor nimmt an der "8th Edition of Fez international Festival of University Theatre" teil. Die Beiträge in Form von Workshops und Vorführung und experimentellem gemeinsamen Arbeiten sind dem Theater und Techniken der darstellenden Kunst gewidmet. Die Veranstaltung steht unter dem Motto: "The Way of the Energetic Voice and Vocal Action".
Universität Sidi Mohamed Ben Abdellah Fes
2. - 8. Mai 2013
Wien sieht Marokko - Marokko sieht Wien

- Fotoausstellung "Wien sieht Marokko - Marokko sieht Wien"Bild: BNRM
Nach einer erfolgreichen Präsentation in Rabat ist die Fotoausstellung "Wien sieht Marokko - Marokko sieht Wien" mit Aufnahmen von Christiane Schmutterer und Abdallah Bouhamidi in Marrakesch zu besichtigen.
Diese marokkanisch-österreichische Kulturkooperation zeigt Motive aus der österreichischen Haupstadt und aus Marokko durch die Kameralinse eines Künstlers des jeweils anderen Kulturkreises: eine Wienerin sieht Marokko -ein Marokkaner sieht Wien.
Die Wiener Fotografin, Journalistin und Künstlerin Christiane Schmutterer bereiste für dieses Projekt Marokko und im Gegenzug ließ sich der franko-marokkanische Fotograf, Reporter und Psychologe Abdallah Bouhamidi von Österreichs Hauptstadt inspirieren. Als Ergebnis zeigt sich ein Zwiegespräch von ästhetischer Kraft, das mit seinen präzise komponierten Bildern die Entdeckungslust der beiden Künstler erahnen lässt.
Université Cadi Ayyad
Boulevard Abdelkrim Khattabi
Seminarsaal der Fakultät FSSM
Vernissage: 27. April 2013, 12:00 h
Öffnung: 27. April - 10. Mai
Ausstellung "Ingeborg Bachmann - Schreiben gegen den Krieg"

- Ingeborg BachmannBild: n.n.
Ingeborg Bachmann (1926-1973) war eine der bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen und Prosaschriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Ihr Leben und ihre Werke sind stark von den Erlebnissen der Kriegsjahre 1939-1945 geprägt und von der philosophischen Strömung des Existenzialismus beeinflusst.
Die multimediale Ausstellung „Ingeborg Bachmann – Schreiben gegen den Krieg“, bietet eine Einführung in Leben und Werk der österreichischen Schriftstellerin und rückt insbesondere jene Werke in den Vordergrund, in denen sie kritisch auf Krieg und Kriegsereignisse Bezug nimmt. Diese Ausstellung wurde bereits in mehreren europäischen Ländern präsentiert und ist nun in Marokko zu Gast.
Erste Station ist dabei Fes; vom 16. – 22. Januar 2013 können Bilder und Texte in der Neuen Bibliothek der Fakultät für Philologie und Geisteswissenschaften Dhar El Mehraz auf deutsch und französisch parallel gelesen werden. Die Ausstellung präsentiert noch nie publizierte Texte, einige unveröffentlichte Fotos aus dem Privatleben sowie originale Tonaufnahmen der Dichterin .
Fes:
Universität Sidi Mohamed Ben Abdellah
Fakultät für Philologie und Geisteswissenschaften
Dhar el Mehraz
Neue Bibliothek
16. - 22. Januar 2013
Rabat:
Universität Mohammed V, Agdal - Rabat
Fakultät für Literatur- und Geisteswissenschten
3, avenue Ibn Batuta, Rabat
Dozentenraum
22. - 29. März 2013
"Latitude 34 - I walk the line" - Fotos von Malika Sqalli

- The yellow tripBild: Malika Sqalli
Die jährlich in Rabat stattfindende Fotoausstellung der Stiftung CDG ist 2013 den Fotoarbeiten des Projekts „Latitude 34" von Malika Sqalli gewidmet. Die erste Tranche des Projektes wurde bereits 2011 im „Le Cube – independent art room“ in Rabat gezeigt.
Die Fotokünstlerin marokkanisch-österreichischer Abkunft erkannte, dass sowohl ihre Geburtsstadt Rabat als auch ihre Wahlheimat Los Angeles auf dem 34. Breitengrad liegen. Dies ist der Ausgangspunkt für eine lange Reise um die Erde, die sie fotografisch dokumentieren wollte. Sie folgt der imaginären Linie zunächst quer durch Amerika, Japan und China. Sie wechselt auf den 34. Breitengrad in der südlichen Hemisphäre und durchquert Neuseeland, Südaustralien und Südamerika. Den Grossteil der Reise legt sie allein mit dem Auto zurück, einige Etappen per Flugzeug, Bus oder Zug, manchmal greift sie auch zum Rad. Sie erkämpft sich ihre fotografischen Aufnahmen auf unwegsamen, einsamen Strassen und wird mit Naturkatastrophen wie Überschwemmungen (Australien), Hitze, Kälte konfrontiert. Die Mühen und Beschwernisse werden oft durch interessante menschliche Begegnungen belohnt.

- Malika SqalliBild: Malika Sqalli
Malika Sqallis Arbeiten sind keine Fotografien im herkömmlichen Sinn. Ihr Interesse gilt nicht Attraktionen oder berühmten Orten, sondern sie versucht, die Poesie des Alltags aufzuspüren, Stimmungen einzufangen, die Schönheit der Natur, seien es nun Meer oder Wüsten, Berge, Wolken, Gewitter, Bäume in ihre Fotos zu bannen. Bemerkenswert ist, wie sie Parallelen und Unterschiede von weit voneinander entfernten Orten herausgearbeitet. Sie möchte die Realität in einer neuen Perspektive zeigen. Ihre Devise lautet: Kunst ist nicht das, was man sieht, sondern das, was man zeigen will (E. Degas).
Die Künstlerin wurde in Marokko als Tochter einer österreichischen Mutter und eines marokkanischen Vaters geboren Sie übersiedelte als Jugendliche nach Montpellier in Frankreich, wo sie die Akademie der Schönen Künste besuchte. Seit 2010 lebt und arbeitet sie in London, Rabat und Los Angeles. Ihre Arbeiten wurden in Ausstellungen in Großbritannien, Amerika, Marokko und Österreich gezeigt. Malika Sqalli wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika und Frankreich vielfach ausgezeichnet. Eine ihrer Installationen im Rahmen der Salzburger Sommerakademie wurde mit dem ersten Preis prämiert.
„Espace Expressions“
Caisse de Dépôts et de Gestion (CDG)
Place Moulay Hassan, Rabat
5. März bis 12. April 2013
Vortrag Prof. Hans Höller: "Ingeborg Bachmann - Schreiben gegen den Krieg"

- Ingeborg Bachmann im SpiegelBild: n.n.
Der 16. Januar 2013 steht im „Institut für Deutsche Sprache und Literatur“ der Universität Fes im Zeichen der österreichischen Literatur und ist insbesondere der Dichterin Ingeborg Bachmann gewidmet. Als Gast aus Österreich ist Prof. Dr. Hans Höller (Institut für Germanistik, Universität Salzburg) angereist und spricht zum Thema Krieg und Frieden im Werk Ingeborg Bachmanns.
Fes:
"Ingeborg Bachmann - Schreiben gegen den Krieg"
Mittwoch, 16. Januar 2013, 15:00h
Université Sidi Mohammed Ben Abdellah, Département d'Allemand
