Bilaterale Beziehungen - Österreich und China
Die Beziehungen zwischen Österreich und China sind so vielfältig, der Besuchsaustausch, vor allem im wirtschaftlichen Bereich, so dicht, dass eine chronologische Erfassung eine nahezu unlösbare Aufgabe darstellt. Die vorliegende Darstellung beschränkt sich daher auf eine Auswahl von Höhepunkten in einigen wichtigen Bereichen der Zusammenarbeit.
Erste Handelskontakte zwischen Österreich und China gehen auf das Jahr 1781 zurück. Die Geschichte der diplomatischen Beziehungen beginnt 1869 mit dem Abschluss des Vertrages zwischen Österreich-Ungarn und dem Kaiserreich China, der 1871 in Kraft trat.
Von 1896 bis 1917 gab es in Peking eine österreichisch-ungarische Gesandtschaft. Das alte Gesandtschaftsgebäude ist heute Sitz des "Forschungsinstituts für internationale Fragen". In der Zwischenkriegszeit gab es keine Vertretung der Republik Österreich in China. Ab 1925 bestand ein Handelsvertrag. In den Jahren 1948/49 bestand kurzfristig eine Gesandtschaft mit Sitz in Nanjing.
1921 entdeckte der österreichische Paläontologe Otto Zdansky 50 km südlich von Peking bei Zhoukoudian fossile Menschenzähne, die auf ein Alter von 500.000 Jahren datiert werden konnten, als er im Auftrag von Prof. Johan Gunnar Andersson von der Universität Uppsala in Schweden Ausgrabungen durchführte. Die Fundstätte wird seit 1987 von der UNESCO als Weltkulturerbe geführt.
Staatsbesuch des Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer in der Volksrepublik China, 18. - 22. Jänner 2010

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Bundespräsident Dr. Heinz Fischer absolvierte von 18. bis 22. Jänner 2010 seinen 1. Staatsbesuch in der Volksrepublik China.
Nach neun Jahren hat wieder ein österreichischer Staatsbesuch in der Volksrepublik China stattgefunden: Bundespräsident Heinz Fischer begann in Begleitung seiner Frau Margit am 18. Jänner eine fünftägige China-Reise, die ihn nach Peking und Shanghai führte. Er wurde von vier Regierungsmitgliedern und einer umfangreichen Wirtschafts- und Wissenschaftsdelegation begleitet.
Informationen der Österreichischen Präsidentschaftskanzlei.http://www.hofburg.at/show_content.php?sid=26
Republik Österreich und Volksrepublik China: 35 Jahre Diplomatische Beziehungen
Die diplomatischen Beziehungen zwischen der Republik Österreich und der Volksrepublik China wurden vor 35 Jahren am 28. Mai 1971 aufgenommen.
Im Verhältnis zwischen zwei Staaten sind die diplomatischen Beziehungen immer nur ein Teil des Beziehungsgeflechts. Dies gilt auch für die Republik Österreich und die Volksrepublik China. Die Kultur und die Wirtschaft sind den diplomatischen Beziehungen vorausgeeilt, haben diese nach ihrer Aufnahme mit Leben erfüllt und ihnen wichtige Impulse gegeben.
Mit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen haben die Kontakte zwischen Österreich und China auf allen Ebenen einen großen Aufschwung genommen. Der vor allem in den letzten Jahren sehr intensive Besuchsaustausch, ein solider Bestand an bilateralen Abkommen sowie über 20 regionale bzw. Städtepartnerschaften unterstreichen die Qualität und das Potential der Beziehungen.

- Österreich-ChinaFoto: Der Standard
Im heurigen Mozartjahr wird dieses Bild zusätzlich verstärkt. Daraus ergeben sich zwar ein hoher Bekanntheitsgrad Österreichs und ein sehr positiv besetztes Österreichbild, gleichzeitig geht es aber auch darum, dieses Bild zu erweitern und auszubauen. Das Vertrauen und der Respekt, die beide Partner einander entgegenbringen und die freundschaftlichen Gefühle, die beide Völker miteinander verbinden, stimmen im Hinblick auf die Nutzung dieses Potentials zuversichtlich.
Die österreichische China-Politik ist eingebettet in die Gesamtbeziehungen zwischen der Europäischen Union und China. Die Stärkung der strategischen Partnerschaft der EU mit China ist ein wichtiges Anliegen der österreichischen EU-Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2006.
Eine nähere Beschreibung der Beziehungen EU-China finden Sie auf dem folgenden Internetportal der Vertretung der Europäischen Kommission in China.
