Wissenschaft und Bildung
Office of Science and Technology an der Österreichischen Botschaft in Peking
Mit Anfang 2012 begann auf Basis einer interministeriellen Vereinbarung zwischen dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF), dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) mit Unterstützung des BMEIA und der WKÖ, die Tätigkeit des „Office of Science and Technology“ an der Österreichischen Botschaft in Peking.
Das OST – Peking versteht sich als strategische Schnittstelle im Wissenschafts- und Technologiebereich zwischen Österreich und der Volksrepublik China. Übergeordnetes Ziel ist die Stärkung ergebnisorientierter und nachhaltiger Zusammenarbeit beider Länder auf dem Gebiet der Forschung und Technologieentwicklung.
Zu diesem Zweck, unterstützt das OST – Peking Technologiekooperationen auf institutioneller Ebene, durch Vertretung und Betreuung der jeweiligen Fachministerien sowie diesen zugeordneter Einrichtungen, wie beispielsweise dem Austrian Institute of Technology (AIT), der österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) oder dem Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF).
Derzeit unterhält Österreich im Technologiebereich bilaterale Abkommen/Absichtserklärungen mit folgenden chinesischen Ministerien:
· Ministerium für Transport (2011)
· Ministerium für Wissenschaft und Technologie (2011)
· Handelsministerium (2011 - Schwerpunkt Energieeffizienz und Umweltschutz)
· Ministerium für Eisenbahnwesen (2004) sowie mit der
· Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission der Volksrepublik China
Technologiesspezifische Zusammenarbeit im Rahmen dieser Abkommen wird im Zuge von Arbeitsgruppentreffen koordiniert und weiterverfolgt. Vordergründig sind derzeit die Themenfelder „Green technologies“ und intelligente Stadtplanung inklusive der dazugehörigen intelligenten Verkehrsplanung (ITS).
Das Office of Science and Technology – Peking bietet Information und Beratung über österreichische und chinesische Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiepolitik und extrahiert das daraus resultierende Kooperationspotenzial. Darüber hinaus werden Aufgaben auf Ebene der europäischen Zusammenarbeit mit China auf dem Gebiet der Wissenschaft und Technologie wahrgenommen, bei denen Österreich eine aktive Rolle übernimmt.
Hierzu zählt derzeit besonders – wenn auch nicht ausschließlich – der Bereich Urbanisierung. Im Rahmen der von Österreich geführten Joint Programming Initiative (JPI) „Urban Europe“ ist mittelfristig eine enge Kooperation mit der Volksrepublik China angedacht.
Öffentlichkeitsarbeit für die Bereiche Wissenschaft, Forschung und universitäre Ausbildung gegenüber der Volksrepublik China und Österreich zählt ebenfalls zu den Aufgabenbereichen der neuen Wissenschafts- und Technologieabteilung.
Derzeit studieren ca. 1300 chinesische Studenten in Österreich und ca. 400 österreichische Studenten in China. Die Anzahl der österreichischen Studenten in China schwankt jedoch stark und beschränkt sich häufig auf Sprachaufenthalte von Sinologen oder kurzfristigen Austauschstudenten.
Österreich unterhält zurzeit drei offizielle Lektoren in der VR China, jeweils an der Peking-Universität, der Fudan-Universität und der Shanghai International Studies University.
Im Bereich der Wissenschaft besteht seit 1984 ein Abkommen zwischen Österreich und der VR China über die Wissenschaftlich-Technische Zusammenarbeit, das bislang über 2000 österreichischen und weiteren 2000 chinesischen Forschern die Durchführung wissenschaftlicher Projektvorhaben im jeweils anderen Land ermöglichte.
Weitere Kooperationen bestehen zwischen dem FWF und der National Natural Science Foundation of China (SCFC) sowie dem Chinese Scholarship Council.
Die Kooperation zwischen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften, der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften sowie der Tibetischen Akademie für Sozialwissenschaften gründen auf bilateralen Abkommen über wissenschaftliche Zusammenarbeit, welche 1980, 1984 bzw. 1995 abgeschlossen wurden. Alle drei Abkommen erfreuen sich einer regen Beteiligung chinesischer und österreichischer Wissenschafter.
2004 wurde ein Abkommen über die Anerkennung von Gleichwertigkeiten im Hochschulbereich unterzeichnet. China ist der erste außereuropäische Staat, mit dem Österreich eine derartige Vereinbarung getroffen hat. Durch das Abkommen soll der Zugang zum Weiterstudium im jeweils anderen Land vereinfacht, und somit die Mobilität von Studenten und Hochschulabsolventen erhöht werden.
Im Mai 2006 wurde das Abkommen über den Beamtenaustausch verlängert. Im September 2006 wurde mit chines. Finanzierung das Konfuzius-Institut in Wien mit Sitz an der Universität Wien eröffnet, das neben Möglichkeiten zum Erlernen der Chinesischen Sprache auch eine Reihe von kulturellen Veranstaltungen anbietet. Ein weiteres Konfuzius-Institut wurde im Oktober 2010 an der Karl Franzens Universität Graz eingerichtet.
Eine bedeutende Rolle im Bereich der Wissenschaftskooperation mit der Volksrepublik China nimmt das 2000 gegründete und durch die Bundesregierung finanzierte EURASIA-PACIFIC UNINET Netzwerk ein, das österreichische Universitäten, Fachhochschulen und sonstige Forschungs- und Bildungseinrichtungen mit Partnerinstitutionen in Ostasien, Zentralasien und im Pazifischen Raum verbindet. Dem Netzwerk gehören derzeit 146 Mitglieder an, davon 58 Universitäten und Akademien in China (einschließlich Macao, Hongkong und Taiwan). Studierende der Partneruniversitäten erhalten durch Sommerschulen die Möglichkeit eines mehrwöchigen Aufenthalts in Österreich in Verbindung mit einem Aufenthalt mit einem EU-Informationsschwerpunkt in Brüssel. Seit 2003 werden Forschungsstipendien an Doktoranden und Post-Doktoranden aus der Volkrepublik China vergeben.
Akademische Prüfungsstelle
Für Studienwerber aus der Volksrepublik China an österreichischen postsekundären Bildungseinrichtungen gelten folgende Regelungen: Für Interessenten an einem Studium in Österreich wird die Echtheitsüberprüfung von in der Volksrepublik China ausgestellten Zeugnissen sowie gegebenenfalls Plausibilitätsinterviews durch die APS durchgeführt.
Die 2001 gegründete Akademische Prüfstelle (APS) ist eine Einrichtung des Kulturreferats der Deutschen Botschaft Peking in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD), die Hochschulzugangsberechtigungen und die akademischen Leistungsnachweise chinesischer Studienwerber, die ein Studium in Österreich, Deutschland oder in Belgien anstreben, überprüft.
Das Verfahren bewirkt eine Objektivierung der Überprüfung und eine Beschleunigung der Bearbeitungszeit der Studienzulassung für Studienwerber an österreichischen postsekundären Bildungseinrichtungen. Über die genauen akademischen Zugangsvoraussetzungen in Österreich informieren die jeweiligen Webseiten der österreichischen postsekundären Bildungseinrichtungen.
Das gemeinsame akademische Portal lautet: http://www.portal.ac.at
Studienbewerber, die an der Akademischen Prüfstelle das Überprüfungsverfahren für Österreich erfolgreich durchlaufen haben, bekommen Zertifikate bzw. Bestätigungen, die für das Studienzielland Österreich gelten.
Die Aufenthaltsbewilligung für Österreich kann NICHT an der APS beantragt werden.
Bewerber für das Studienzielland Österreich werden in Zukunft an zwei Prüfblöcken im Jahr eingeladen.
Ort: Akademische Prüfstelle Peking
Landmark Tower 2, Büro 0311,
8 North Dongsanhuan Road,
Chaoyang District,
100004 Beijing
Auskünfte zum Prüfverfahren erteilt die APS unter der Telefonnummer: 0086-10-6590 7138, Fax: 0086-10-6590 7140 und E-Mail: info(at)aps.org.cn
Merkblätter zur APS und den einzelnen Verfahren finden Sie unter Download am Seitenende.
Kontakt
Office of Science and Technology an der Österreichischen Botschaft Peking
Adresse: Suite 1480 Beijing Sunflower Tower
Chaoyang, Maizidian Street 37
(朝阳区麦子店街37号盛福大厦)
100126 Peking, Volksrepublik China
Telefon: +86 10 8527-6040
Telefax: +86 10 8527-6041
E-mail: office@austria-scitech-china.org








