Kultur und Sport
Österreich genießt in China aufgrund seiner Geschichte und seiner Stellung als Kulturgroßmacht größte Wertschätzung. Dementsprechend vielfältig sind die Beziehungen, die sich im Rahmen des seit November 2001 bestehenden Kulturabkommens entwickeln und seit der Eröffnung des Kulturforums der Österreichischen Botschaft im Oktober 2004 neuen Schwung erhalten haben. Häufig genug hat sich die Kultur als wichtiger Brückenbauer für die politischen Beziehungen erwiesen. Ein besonders wichtiger Aspekt ist der zunehmende Personenaustausch und das wachsende wechselseitige Interesse an Kunst und Kultur. Die zahlreichen Veranstaltungen in Österreich aus Anlass des 35. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen stoßen auf großes Interesse, während gleichzeitig Kulturaktivitäten, die den 250. Geburtstag von Mozart feierten, auch in China große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit genossen haben.
Seit 1981 besteht eine intensive Sportkooperation, die sich auf die Bereiche Wintersport und Tischtennis konzentriert. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. 2003 wurde mit Werner Schlager ein Österreicher zum ersten Mal seit 66 Jahren wieder Weltmeister im Tischtennis-Einzelwettbewerb. 25 Jahre, nachdem Prof. Franz Hoppichler im Frühjahr 1981 ein Symposium mit Skisportlern und Funktionären des chinesischen Wintersportverbandes abgehalten hat, erreicht China bei den Olympischen Winterspielen in Turin mit 2 Mal Gold 4 Mal Silber und 5 Mal Bronze sein bisher bestes Ergebnis.
Die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele in Peking sowie die Fussball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz boten 2008 auch die Möglichkeit, Österreich in China weit über den Leistungssport hinaus als erfolgreiches Land zu positionieren.
Highlights
September 2010: Claudia Schmied, Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur besucht China.
Jänner 2010: Norbert Darabos, Bundesminister für Landesverteidigung und Sport, begleitete Herrn Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer bei seinem Staatsbesuch in China
August 2008: Norbert Darabos, Bundesminister für Landesverteidigung und Sport, bei den Olympischen Sommerspielen in Peking
2006 war das "China-Jahr in Österreich", wobei über 100 Veranstaltungen unter dem Ehrenschutz von Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel stattgefunden haben.
September 2006: Eröffnung des Konfuziusinstituts in Wien
Mai 2006: Elisabeth Gehrer, Bundesministein für Bildung, Wissenshaft und Kultur in China
Mai 2006: "Sigmund Freud-Symposium" mit österreichischen und chinesischen Vertretern und Vertreterinnen aus Medizin, Psychologie, Kunst und Literatur an der Peking Universität.
Februar 2006: 25 Jahre, nachdem Prof. Franz Hoppichler im Frühjahr 1981 ein Symposium mit Skisportlern und Funktionären des chinesischen Wintersportverbandes abgehalten hat, erreicht China bei den Olympischen Winterspielen in Turin mit 2 Mal Gold 4 Mal Silber und 5 Mal Bronze sein bisher bestes Ergebnis.
Januar 2006: Das Mozartjahr wird in China mit zwei Konzerten österreichischer Jungmusiker eröffnet.
Oktober 2005: Insgesamt vierte Chinatournee der Wiener Sängerknaben. Auftritt eines österreichischen Ensembles in Rahmen des Mitteleuropa-Musikfestivals als Projekt der Kulturplattform-Mitteleuropa während des 8. Beijing International Music Festival.
April bis Oktober 2005: Eröffnung der vom Direktor des Museums Moderner Kunst Edelbert Köb kuratierten Ausstellung "Neue abstrakte Malerei aus Österreich" mit Arbeiten von Erwin Bohatsch, Herbert Brandl, Gunter Damisch, Hubert Scheibl, Walter Vopava und Otto Zitko in Shanghai durch Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, mit weiteren Stationen in Peking, Xian und Guangzhou.
2005: Werke der österreichischen Literaturnobelpreisträgerin 2004 Elfriede Jelinek werden ins Chinesische übersetzt.
18. Oktober 2004: Eröffnung des Kulturforums der Österreichischen Botschaft in Peking durch die Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer. Das bedeutendste kulturelle Ereignis im Jahre 2004 ist die China-Tournee der Wiener Philharmoniker (24.-26. Februar in Peking und Shanghai).
30. November 2001: Unterzeichnung des bilateralen Kulturabkommens zwischen Österreich und China durch Bundesministerin Benita Ferrero-Waldner und den chinesischen Kulturminister SUN Jiazheng. Die Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Elisabeth Gehrer und der Staatssekretär für Kunst und Medien Franz Morak besuchen im Jahre 2001 die VR China.
Dezember 1999-Februar 2000: Die Johann Strauß-Ausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien unter dem Titel "Donner und Blitz" in der Verbotenen Stadt zieht 24.000 Besucher an.
1998: Die Max-Weiler-Ausstellung ist die erste Großausstellung österreichischer moderner Kunst in China. Eine Alfred Hrdlicka-Ausstellung in Peking und Chengdu stellt die wichtigste österreichische Kulturveranstaltung während der österreichischen EU-Präsidentschaft in China dar. Zwölf österreichische Musikgruppen absolvieren Tourneen in China.
Oktober 1997: Gastspiel der Wiener Staatsoper in Peking.
Oktober 1996: Die von Bundeskanzler Vranitzky eröffnete Ausstellung des Kunsthistorischen Museums anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen erfreut sich großen Zuspruchs. Bundeskanzler Vranitzky wohnt während seines Besuchs auch einem der beiden Konzerte der Wiener Philharmoniker bei.
September 1990: Die erste in der Pekinger Konzerthalle installierte Orgel wird vom österreichischen Organisten Bernhard Hirzberger eingeweiht.
2. Januar 1988: 160 Millionen Menschen in China erleben die erste Liveübertragung des Konzerts der Wiener Philharmoniker.
Sommer 1987: Shanghaier Pekingoper-Ensemble bei den Wiener Festwochen.
1985: Die Ausstellung "Meisterzeichnung des Albertinamuseums aus sechs Jahrhunderten" wird in China von mehr als 130.000 Menschen besucht und damit die bis dahin erfolgreichste österreichische Ausstellung in China. "Sissy" läuft mit großem Erfolg in chinesischen Kinos an. Konzerte des Haydn-Quartetts Eisenstadt in Peking und Sichuan treffen auf große Beliebtheit.
Mai-Juni 1984: Fotoausstellung "Österreich - gestern und heute" in Peking, Xian und Chengdu (ca. 60.000 Besucher).
1983: Goldmedaille für den Österreicher Manfred Krendl bei der 2. Internationalen Ausstellung für Kunstphotografie in Peking für das Schwarz-Weiß-Photo "Bettlerin".
1983: Austauschvereinbarung Skisport-Tischtennis. Mit Werner Schlager wird 2003 in Paris zum ersten Mal seit Richard Bergmann 1937 und zum zweiten Mal überhaupt ein Österreicher wieder Tischtennisweltmeister im Einzelwettbewerb (zwanzig Jahre nach Beginn der Tischtenniskooperation mit China).
Februar 1982: Erstmalige Teilnahme chinesischer Sportler an Skiweltmeisterschaften (Schladming).
1981: Franz Hoppichler hält im Frühjahr ein Symposium mit Skisportlern und Funktionären des chinesischen Wintersportverbandes.
Oktober 1980: Hans Mautner und seine Bergsteigergruppe ersteigen den 8012 Meter hohen Xixa Bangma in Tibet.
April 1980: Erste Ausstellung einer österreichischen Malerin (Edda Mally) in der VR China (Peking, Shanghai, Nanking).
September-Oktober 1976: Staatliches Ballett-Ensemble der VR China zu Gast in Wien.
Februar-April 1974: Die Ausstellung chinesischer Archäologie in Wien wird von 240.000 Menschen aus ganz Mitteleuropa besucht.
April 1973: Erster Auftritt der Wiener Philharmoniker in der VR China. Ihre vier Konzerte werden von insgesamt 21.000 Menschen besucht. Die Philharmoniker treten 1996 und 2004 erneut in China auf.
1963: Hugo Portisch bereist China und veröffentlicht 1965 sein Buch "So sah ich China. Ein Tatsachen- und Erlebnisbericht aus dem Reich MAO Zedongs", von dem in Österreich über 100.000 Exemplare verkauft werden.
August 1956: Mozartkonzert des Symphonieorchesters der Stadt Peking unter der Leitung des österreichischen Dirigenten Alfred Uhl anlässlich des Besuchs einer Industriellendelegation aus Österreich. Ministerpräsident ZHOU Enlai regt einen Auftritt der Wiener Philharmoniker in Peking an.
Oktober 1956: Pekingoperensemble zu Gast in Wien.
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