Aufenthalt in Frankreich
Einreise
Die Einreise nach Frankreich für einen Aufenthalt, der drei Monate übersteigt, ist für österreichische StaatsbürgerInnen mit einem gültigen Reisepass oder gültigen Personalausweis möglich. Verwechseln Sie dies nicht mit der für Reisende nach Frankreich bestehenden Möglichkeit, die Grenze auch mit einem weniger als fünf Jahre abgelaufenen Reisepass zu überschreiten. Für Ihren ständigen Aufenhalt in Frankreich benötigen Sie einen gültigen Reisepass oder gültigen Personalausweis.
Arbeitslose können sich bis zu drei Monate in Frankreich zur Arbeitssuche aufhalten.
Aufenthaltsrecht
Folgende Bestimmungen aus dem Dekret No. 94-211 vom 11. März 2004 (in der Fassung des Dekrets No. 2005-1332 vom 24. Oktober 2005) betreffend die Bedingungen für die Einreise und den Aufenthalt in Frankreich von Angehörigen der Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaft, die der Personenfreizügigkeit unterliegen, kommen zur Anwendung:
Art. 5 Les ressortissants des Etats membres de l’Union européenne, des autres Etats parties à l’Espace économique européen et de la Confédération suisse ainsi que les membres de leur famille mentionnés à l’article 1er ont le droit de séjourner sur le territoire français aussi longtemps qu’ils appartiennent à l’une des catégories prévues par cet article et sous réserve qu’ils ne constituent pas une menace pour l’ordre public ou ne sont pas atteints d’une des maladies ou infirmités pouvant mettre en danger l’ordre public ou la sécurité publique figurant sur la liste annexée au présent décret.
Art. 6 Les ressortissants des Etats membres de l’Union européenne, des autres Etats parties à l’Espace économique européen et de la Confédération suisse ainsi que les membres de leur famille ressortissants d’un de ces mêmes Etats mentionnés à l’article 1er séjournent régulièrement en France sous le couvert du document avec lequel ils ont pénétré sur le territoire français. "S’ils en font la demande et sont âgés de plus de dix-huit ans, ils reçoivent une carte de séjour dans les conditions prévues au présent décret. "
Art. 7 Les membres de la famille définis au n de l’article 1er qui n’ont pas la nationalité d’un Etat membre de l’Union européenne, d’un autre Etat partie à l’accord sur l’Espace économique européen ou de la Confédération suisse venant en France moins de trois mois y séjournent régulièrement sous le couvert du document avec lequel ils ont, conformément aux dispositions de l’article 4, pénétré sur le territoire français. " Lorsqu’ils séjournent plus de trois mois et sont âgés de plus de dix-huit ans, ils doivent être en possession d’une carte de séjour qui leur est délivrée dans les conditions prévues par le présent décret. "
Art. 8 Les personnes mentionneés à l’article 1er doivent être en mesure de justifier par tout moyen qu’elles entrent dans le champ d’application de cet article pour séjourner en France. " Les personnes mentionnées aux c,d et e de cet article, à l’exception de celles qui sont employées dans les activités d’intermédiaires du commerce, de l’Industrie et de l’artisanat, doivent être en mesure de présenter la déclaration d’engagement ou d’emploi établie par leur employeur. Cette déclaration doit indiquer la durée prévue de l’emploi.
Art. 9 Les membres de la famille définis au n de l’article 1er qui n’ont pas la nationalité d’un Etat membre de l’Union européenne, d’un autre Etat partie à l’accord sur l’Espace économique européen ou de la Confédération suisse et qui, séjournant plus de trois mois en France, sont astreints à détenir une carte de séjour sollicitent sa délivrance dans un délai de trois mois à compter de leur entrée en France. " Ils sollicitent son renouvellement dans le courant des deux derniers mois précédant l’expiration de la carte de séjour dont ils sont titulaires. " Au moment de la demande de première délivrance de titre de séjour, ils doivent présenter le document sous le couvert duquel, ils ont pénétré sur le territoire ainsi que tout document établissant leur lien de parenté avec un ressortissant d’un Etat membre de l’Union européenne, d’un autre Etat partie à l’Espace économique européen ou de la Confédération suisse ayant le droit de séjourner en France "
Österreichische Staatsbürger, die sich länger als drei Monate in Frankreich aufhalten, müssen keinen Ausweis beantragen, sie können es aber. Da dieses Dokument durchaus praktisch ist und die Wohnadresse darauf verzeichnet ist, was im täglichen Leben in Frankreich oft sehr nützlich sein kann, empfiehlt die Botschaft, den Ausweis zu beantragen. In Frankreich besteht die Pflicht, jederzeit einen Identitätsnachweis bei sich zu führen!
Arbeit
Österreichische StaatsbürgerInnen benötigen für die Arbeitsaufnahme in Frankreich keine Bewilligung. Sie haben freien Zugang zum Arbeitsmarkt und alle Beschäftigungsformen, selbstständig oder unselbständig erwerbstätig.
Sozialleistungen
Österreichische StaatsbürgerInnen haben die gleichen Ansprüche auf Sozialleistungen in Frankreich wie französische Staatsangehörige. Für nähere Auskünfte wenden Sie sich an die für Ihren Wohnort zuständige "Caisse d’allocation familiales".
Minderjährige
Minderjährige, d. h. Personen unter 18 Jahren, benötigen keinen Aufenthaltstitel in Frankreich. Die französischen Behörden stellen für minderjährige Fremde, die in Frankreich geboren wurden, den "Titre d’identité républicain pour mineurs nés en France" aus. Nähere Auskünfte erteilt die Präfektur oder in Paris die Polizeipräfektur.
Studium
Die Immatrikulations- und Inskriptionsbestimmungen für französische Hochschulen sind höchst unterschiedlich. Erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer Hochschule. Im Allgemeinen muss ein Nachweis der Kenntnisse der französischen Sprache (DALF "diplôme approfondi de langue francaise") erbracht werden. Für Stipendiaten gelten Sonderbestimmungen.
Die Studentenversicherung (sécurité sociale étudiante) kann auch von österreichischen Studierenden in Frankreich in Anspruch genommen werden, wenn sie nicht älter als 28 Jahre sind. Zuständig ist die "Caisse primaire d’assurance maladie" (CPAM).
Sehr nützliche Informationen finden Sie bei CNOUS
Übersiedlung
Mit dem Wegfall der Binnengrenzen sind für die Verbringung des Übersiedlungsguts aus Österreich nach Frankreich alle Begrenzungen und Formalitäten weggefallen. Sollten Sie aus einem Nicht-EU-Land nach Frankreich übersiedeln, gelten andere Bestimmungen.
Folgende Güter unterliegen nichtsdestoweniger besonderen Vorschriften:
- Kulturgüter (Kunstwerke)
- Vom Aussterben bedrohte Pflanzen und Tiere (Washingtoner Übereinkommen)
- Lebende Tiere, Tierprodukte und Lebensmittel tierischer Herkunft
- Bestimmte Pflanzen und Pflanzenprodukte
- Waffen und Munition · Medikamente und Drogen
- Wein, Alkohol und Tabak
- Erdölprodukte (mit Ausnahme des Treibstoffs in KfZ)
Nähere Auskünfte erteilt die französische Zollverwaltung: 0825 30 82 63, Internet: Service Public. Suchwort: Douane
Arbeitsplatzvermittlung/Arbeitslosigkeit
Für die Arbeitsplatzvermittlung in Österreich bestehen sowohl öffentlich-rechtliche wie private Institutionen. Das Arbeitsmarkservice / AMS bietet - auch über die AuslandsösterreicherInnen-Website des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten (Deutsch / Service / Soziales / Arbeitslosigkeit und Arbeitsuche) erreichbar - umfassende Informationen sowie direkte, auch elektronische Kontaktmöglichkeiten an.
Als Arbeitsuchende(r) mit inländischem Wohnsitz wenden Sie sich an die zuständige Regionale Geschäftsstelledes AMS, die auch über diese Website kontaktierbar ist.
Als Arbeitsuchende(r)) mit ausländischem Wohnsitz finden Sie Informationen auf den eJob-Room der oe. Website. Im eJob-Room können direkt, kostenlos, freiwillig und unverbindlich - sowohl Stellenangebote in Österreich (und anderen europäischen Ländern) eingesehen als auch eigene Bewerbungen gespeichert werden.
Unter Service für Arbeitssuchende auf der erwähnten Website
- befinden sich weiters Informationen über die Beschäftigung von AusländerInnen, - incl. einer Liste von in Österreich zur Vermittlung von Au-Pair-Kräften berechtigten privaten ArbeitsvermittlerInnen,
- Informationen und Links zur Europaweiten Arbeitskräftevermittlung (EURES),
- ein separates Kapitel über Service für Frauen, und
- unter nützliche Links solche zu Dutzenden privaten Personal- / Arbeitsvermittlern.
Arbeitslosenunterstützung
Nach Beendigung eines Dienstverhältnisses ist grundsätzlich der Beschäftigungsstaat für die Gewährung von Leistungen während einer Arbeitslosigkeit zuständig, d.h. Arbeitslosenunterstützungen können grundsätzlich nicht "exportiert" werden (multilaterale und bilaterale Sonderregungen siehe weiter unten). Für Fragen über Anspruchsvoraussetzungen ist immer das für den Wohnort zuständige Arbeitsamt - in Österreich: Regionale Geschäftsstelle des AMS - zu kontaktieren.
Bei einer Übersiedlung von Österreich ins Ausland sind allf. Ansprüche in Österreich vor der Abreise ins Ausland durch Antragstellung beim Arbeitsmarktservice (AMS) geltend zu machen. Nach einer Rückkehr nach Österreich ist, sofern im ausländischen Staat der Arbeitssuche keine Beschäftigung aufgenommen wurde, eine unverzügliche Rückmeldung beim AMS zur Sicherung von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung erforderlich.
Bei einer Übersiedlung ins EU/EWR-Ausland besteht die Möglichkeit, gemäss EG-VO1408/71, Art.69 nach einem Monat Leistungsbezug in Österreich den Anspruch bis zu maximal drei Monaten ins EU/EWR-Ausland zum Zweck der Arbeitssuche "mitzunehmen", sofern nach Beendigung eines Dienstverhältnisses in Österreich der Antrag auf Arbeitslosengeld in Österreich gestellt und dieses auch zuerkannt wird. Dazu dient das Formular E301; es ist eine Bestätigung der Versicherungszeiten zur Vorlage in einem anderen EU/EWR-Staat.Ob allerdings nach den Rechtsvorschriften im EU/EWR-Ausland ein Anspruch besteht, können nur die ausländischen Behörden entscheiden.
Wer im EU/EWR-Ausland arbeitet, kann dort nach den lokal geltenden gesetzlichen Grundlagen Leistung aufgrund Arbeitslosigkeit beantragen. Bei einer Übersiedlung aus dem EU/EWR-Ausland nach Österreich nach Beendigung eines Arbeitsverhältnisses kann in Österreich bei Vorlage des Formulars E301 Leistung aufgrund ausländischer Versicherungszeiten zuerkannt werden. Es ist zweckmäßig, das Formular E301 vom zuständigen Arbeitsamt noch im Ausland vor Abreise ausstellen zu lassen.
Mit einer Reihe anderer Staaten und in Österreich ansässiger internationaler Organisationen bestehen aufgrund bilateraler Abkommen ähnliche Möglichkeiten, Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung in beiden Richtungen "mitzunehmen".
