Österreich als Mitglied der Europäischen Union
Seit 1995 ist Österreich Mitglied der Europäischen Union. Österreich hat von den ersten zehn Jahren der EU-Mitgliedschaft deutlich profitiert:
- Seit dem EU-Beitritt stiegen die ausländischen Direktinvestitionen auf das Dreifache an.
- Im Vergleich zu den Jahren vor dem EU-Beitritt konnte Österreich seine Exporte mehr als verdoppeln.
- Seit 2002 hat Europa eine gemeinsame Währung (Euro), die ihre rechtliche Basis in der Wirtschafts- und Währungsunion hat. Diese brachte einen Abbau der Budgetdefizite in Europa, und die kontinuierliche Senkung der öffentlichen Schulden.
- Österreich gehört zu den Erweiterungsgewinnern. Durch die Ostöffnung wurden in Österreich beispielsweise ca. 57.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Bis 2010 sollen weitere 27.500 Arbeitsplätze dazukommen (Quelle: WIFO).
- Für Österreich verbesserte sich durch die Beitritte von zehn neuen Mitgliedstaaten zum 1.5.2004 die Sicherheitssituation dramatisch. Die EU-Außengrenze und mittelfristig auch die Schengengrenze verschieben sich nach Osten. Österreichs Grenzschutz wird dadurch massiv entlastet.
- Die EU-Mitgliedschaft sicherte Österreich ein Mitspracherecht bei weit reichenden Entscheidungen (Vertrag von Amsterdam, Vertrag von Nizza, EU-Erweiterung, EU-Verfassung).
Während den Beitrittsverhandlungen rief Österreich mit Slowenien, Slowakei, Tschechien, Ungarn und Polen eine regionale Partnerschaft ins Leben. Diese soll eine bessere Abstimmung gemeinsamer Interessen innerhalb der EU gewährleisten. Sichtbarer Audruck dieser Zusammenarbeit ist die seit einigen Jahren bestehende "Kulturplattform Mitteleuropa".
