Wirtschaft

- Bundespräsident ÖlplattformFoto: ÖPK/Tadic
Die norwegische Wirtschaft konnte in den vergangenen Jahren mit Ausnahme 2009 relativ hohe Wachstumsraten und niedrige Arbeitslosenzahlen verzeichnen, was vor allem den hohen Erdölpreisen zu verdanken ist. So gab es ein starkes Wachstum der real verfügbaren Einkommen und dadurch vermehrte Ausgaben der privaten Haushalte. Neben dem Konsum durch die privaten Haushalte allgemein profitierte davon - trotz der stetig steigenden Immobilienpreise - vor allem der Wohnbau.
Eine allgemeine Belastung des norwegischen Arbeitsmarktes stellt derzeit der stetige Facharbeitermangel dar. Dieser führt dazu, dass immer mehr Arbeitskräfte aus anderen Ländern geworben werden müssen. Hiervon profitieren insbesondere Arbeiter aus den neuen EU-Beitrittsländern, allen voran Polen. Die Weltwirtschaftslage infolge der Krise auf den Finanzmärkten ist allerdings auch für die norwegische Wirtschaft nicht ohne Auswirkungen geblieben. Im europäischen Vergleich dürfte die norwegiche Wirtschaft die Krise allerdings relativ gut überstanden haben.
Der bilaterale Handel Österreich - Norwegen nahm in den letzten Jahren mit Ausnahme 2009 kontinuierlich zu. Für die Zuwachsraten bei den österreichischen Ausfuhren waren insbesondere die gestiegenen Lieferungen von Maschinenbauerzeugnissen und Fahrzeugen ausschlaggebend, aber auch im Kapitel „Bearbeitete Waren“ konnte man einen beträchtlichen Anstieg verzeichnen. Die österreichischen Importe aus Norwegen gingen etwas zurück (siehe oben). Mineralische Brennstoffe machten über 60% der norwegischen Exporte nach Österreich aus.
Weiterführende Informationen erhalten Sie über die österreichische Außenhandelsstelle Oslo.
