Bilaterale Beziehungen Ruanda
Die bilateralen Beziehungen zu Ruanda sind freundschaftlich und stehen in erster Linie unter dem Aspekt der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit. Im Jahr 1989 besuchte der damalige Außenminister Alois Mock als erstes österreichisches Regierungsmitglied Ruanda. Im selben Jahr wurde in Kigali ein österreichisches Honorarkonsulat eröffnet (das seit 2002 geschlossen ist) und Ruanda zum Schwerpunktland der österreichischen Entwicklungszusammenarbeit erklärt.
Nach dem Genozid im Jahr 1994 wurde die Entwicklungszusammenarbeit eingestellt. Im September 1997 unterzeichnete die damalige Staatsekretärin Ferrero-Waldner im Rahmen eines Besuches auf Ersuchen von Ruanda ein Memorandum zur Wiederaufnahme der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit mit den Schwerpunktsektoren Wasserversorgung und Justizreform. Mittlerweile sind die bilateralen Kooperationsprojekte mit Ruanda jedoch ausgelaufen, Österreich unterstützt allerdings die Arbeit von NGOs im Land.
