Liebe Gäste unserer Homepage!

- Botschafterin Dr. Margot Klestil-LöfflerFoto: BMeiA
Ich freue mich, dass Sie Zeit gefunden haben, sich die Website der österreichischen Botschaft in Moskau anzusehen. Das Internet hat sich zu einer unverzichtbaren Kommunikationsplattform entwickelt, die natürlich auch wir nutzen möchten, um Ihnen zumindest die wichtigsten Informationen zur Verfügung zu stellen und auch Hinweise für weiterführende Informationen in verschiedenen Bereichen anzubieten.
Die sehr dichten Beziehungen zwischen Österreich und Russland sind von gegenseitigem Respekt und vertrauensvoller Zusammenarbeit geprägt. Die hohe Qualität der Beziehungen kommt auch auch durch die zahlreichen Besuche auf politischer Ebene zum Ausdruck. Hervorheben möchte ich zum Beispiel den Wien-Besuch des russischen Außenministers Lawrow im Juni 2009 und die Moskau-Besuche von Außenminister Michael Spindelegger im Oktober sowie von Bundeskanzler Werner Faymann im November 2009. Besonders eng arbeiten Österreich und Russland derzeit im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zusammen.
Ein wichtiges Anliegen ist für mich der weitere Ausbau der kulturellen Beziehungen – ein Bereich, in dem ein traditionelles Naheverhältnis zwischen Österreich und Russland besteht und in dem beide Länder eine enorme Bandbreite an Möglichkeiten zu bieten haben. Als Angelpunkt vor Ort leistet das Österreichische Kulturforum Moskau dazu einen wichtigen Beitrag. Im Jahr 2009 wurden rund 50 kulturelle Projekte in den Bereichen Musik, Ausstellungen, Literatur, Film, Theater und Tanz in ganz Russland realisiert, üblicherweise mit russischen Partnerinstitutionen. Auf wissenschaftlichem Gebiet ist insbesondere die Zusammenarbeit von Historikern beider Länder zu nennen, die im Dezember 2008 durch die Konstituierung der österreichisch-russischen Historikerkommission institutionalisiert werden konnte.
Der österreichisch-russische Handel musste – nach Jahren des Booms und zweistelligen Zuwächsen in den Jahren davor – zwar Rückgänge verkraften, Russland bleibt aber für Österreich der weltweit zehntwichtigste Exportmarkt, die Investitionen österreichischer Unternehmen haben insgesamt die fünf-Milliardengrenze schon längst überschritten. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit wird auch sein, die Intensivierung der Handelsbeziehungen zu fördern und möglichst schnell wieder den Weg des Wachstums einzuschlagen.
Die Sympathie und das Interesse, die Österreicher und Russen einander bekunden, ist sicherlich auch ein Faktor für die rasante Entwicklung des bilateralen Fremdenverkehrs. In den letzten Jahren gab es eine große Steigerung der Gäste aus Russland in Österreich, und der positive Trend hat sich auch im abgelaufenen Jahr fortgesetzt.
Der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union Anfang 1995 hat den österreichisch-russischen Beziehungen eine zusätzliche Dimension verliehen. Eingebettet in die EU arbeiten wir gemeinsam mit unseren EU-Partnern an einer konsequenten Ausgestaltung der Beziehungen zwischen der EU und Russland auf Basis gemeinsamer Werte und Interessen. Das in Verhandlung befindliche neue Rahmenabkommen zwischen der EU und Russland sollte alle wesentlichen Fragen der Beziehungen regeln und Perspektiven für die weitere Vertiefung öffnen.
Neben Russland ist die ÖB Moskau auch für Belarus zuständig. Die jüngste Verbesserung in den politischen Beziehungen zwischen der EU und Belarus schuf die Voraussetzung für eine Intensivierung der politischen Kontakte auch zwischen Wien und Minsk. Am 17. Dezember 2009 traf Außenminister Michael Spindelegger in Wien mit seinem belarussischen Amtskollegen Sergej Martynow zusammen.
In wirtschaftlicher Sicht ist Belarus für Österreich der viertwichtigste Markt im GUS-Raum (nach Russland, der Ukraine und Kasachstan), auch die Summe aller österreichischen Direktinvestitionen nähert sich der Milliarden-Euro Grenze.
Ein besonders wichtiger Bereich der Beziehungen zwischen Österreich und Belarus ist die humanitäre Zusammenarbeit. Der Österreichische Versöhnungsfonds erbrachte finanzielle Leistungen an mehr als 4.000 belarussische Staatsbürger, die während der NS-Zeit auf dem Gebiet des heutigen Österreich als Zwangsarbeiter eingesetzt waren. Jedes Jahr werden belarussische Kinder, die an den Folgen des Reaktorunfalls von Tschernobyl leiden, zu Erholungsaufenthalten nach Österreich eingeladen. Weiters engagieren sich im humanitären Bereich in Belarus die Austrian Development Agency (ADA), das Österreichische Rote Kreuz, das Hilfswerk Austria, die Caritas Oberösterreich und die Volkshilfe Österreich.
Ich hoffe, das Angebot auf unserer Homepage, das laufend aktualisiert wird, findet Ihr Interesse und erleichtert Ihnen auch den Zugang zu weiterführenden Informationen.

Dr. Margot Klestil-Löffler
Außerordentliche und Bevollmächtigte Botschafterin Österreichs
in der Russischen Föderation und in der Republik Belarus
