Österreichische Leistungen an ehemalige Zwangsarbeiter des NS-Regimes
Ungefähr eine Million Menschen aus den vom nationalsozialistischen Deutschland besetzten Ländern wurden während des 2. Weltkrieges auf dem Gebiet des heutigen Österreich als Zwangsarbeiter eingesetzt. Zwangs- und Sklavenarbeit waren Ausdruck der menschenverachtenden Grundhaltung des nationalsozialistischen Regimes. Die brutale Behandlung dieser Menschen hat in vielen Fällen zu schwerer Traumatisierung oder gar zum Tod geführt.
Opfer der Deportationen waren vor allem Staatsangehörige der früheren Sowjetunion sowie Polens, Sloweniens, Serbiens, der baltischen Staaten und Tschechiens. Auch wenn die zugefügten Leiden durch keinen Geldbetrag wieder gut gemacht werden können, so war es das Ziel der österreichischen Bundesregierung, eine humanitäre Geste gegenüber den Opfern des NS-Regimes zu setzen. Am 20. Dezember 2000 nahm der mit € 436 Mio. dotierte Versöhnungsfonds seine Arbeit auf. Bis Ende 2005 wurden an 131.875 ehemalige Zwangsarbeiter Leistungen in Höhe von insgesamt € 352 Mio. ausbezahlt. Mit der Abwicklung der Restgelder ist der Österreichische Zukunftsfonds beauftragt.
Mit der Bearbeitung der Anträge und der Auszahlungen an Antragsteller in der Russischen Föderation war die Russische Stiftung „Verständigung und Aussöhnung“ beauftragt. Die Antragsfrist endete am 31. Dezember 2003. Insgesamt erhielten 12.691 Antragsteller Leistungen. Mit den Restbeträgen werden in Russland gemeinnützige Projekte im sozialen Bereich gefördert.
Kontakte:
Für nähere Informationen ersuchen wir Sie, sich mit folgenden Stellen in Verbindung zu setzen:
Russische Stiftung "Verständigung und Aussöhnung"
Stoleschnikow Pereulok, d. 6 str. 3
125009 Moskau
Tel. 007 / 095 / 745 86 43
Fax 007 / 095 / 777 25 73
E-Mail: fondvip(at)tsr.ru
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Österreichischer Zukunftsfonds
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Tel. +43/1/513 60 16
Fax +43/1/513 60 16 15
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Informationen zur Geschichte des Versöhnungsfonds können Sie hier einholen.
