Wirtschaft
Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und den Philippinen
Überblick
Österreichs bilaterale Wirtschaftsbeziehungen mit den Philippinen intensivierten sich in den 1970er und 1980er Jahren, als Österreich den Philippinen Entwicklungshilfe in Form von zinsgünstigen Krediten gewährte, die - zu besonders vorteilhaften Konditionen - seinerzeit vor allem auf dem Energiesektor eingesetzt wurden.
Anfang der 1990er Jahre begann Österreich seine Entwicklungsprogramme auszubauen und konzentrierte sich in Folge insbesondere auf die Sektoren Infrastruktur, Gesundheit, technische Aus- und Weiterbildung, Notstandshilfe und Energie (erneuerbare Energien und Wasserkraft). Die Investitionen wurden durch die Vergabe von Finanzierungshilfen für Exportkredite durch die österreichische Regierung an österreichische Unternehmen getätigt, welche staatliche Aufträge mit den Philippinen abgeschlossen hatten.
Seit damals wurden zahlreiche Projekte in den Philippinen durch österreichische Unternehmen erfolgreich umgesetzt. So wurden etwa mit Hilfe des Österreichischen Brückenkonsortiums über 430 Brücken im gesamten Land errichtet, sowie einige Wasserkraftanlagen durch das Engagement anderer österreichischer Unternehmen erbaut.
Handelsbeziehungen
Die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen zwischen Österreich und den Philippinen waren stets dynamisch und in den meisten Jahren durch eine positive Handelsbilanz zugunsten der Philippinen gekennzeichnet.
Im Jahr 2009 reduzierte sich das Handelsvolumen zwischen Österreich und den Philippinen (Vergleich 2008: 223 Mio. EURO) im Zuge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise um ca. 12% und erreichte knapp 195 Mio. EUR. Dies ist v.a. auf den Einbruch bei den österreichischen Importen zurückzuführen (-33%). Die Exporte Österreichs verzeichneten einen Anstieg um 22% und Österreich konnte im Gegensatz zu Vorjahren die durch ein Handelsbilanzdefizit geprägt waren, eine ausgeglichene Handelsbilanz vorweisen.
Die endgültige Statistik für 2010 steht noch aus. Das erste Semester 2010 zeichnet sich aber durch einen Anstieg um +41% im Handelsvolumen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum aus, und erreicht 124 Mio. EUR. Die österreichischen Ausfuhren zogen mit +49% stärker an als die Einfuhren philippinischer Produkte im selben Zeitraum (+34%).
Mit Exporten in Höhe von 65,5 Mio. EUR ergibt sich für Österreich seit einigen Jahren erstmals wieder eine positive Handelsbilanz (+7 Mio. EUR).
Auch 2010 stehen elektronische Bestandteile und Halbleiter an erster Stelle der Ausfuhren beider Länder und machen gemeinsam über 50% des Handelsvolumens (66 Mio. EUR) aus.
Weitere wichtige Exportpositionen auf österreichischer Seite sind Waren aus Papier/Pappe, Arzneiwaren, diverse Meß- und Prüfgeräte, sowie Lebensmittel.
Neben elektronischen Komponenten sind bei den philippinischen Exporten nach Österreich optische Waren, Fruchtsäfte sowie Bekleidung von Bedeutung.
Österreichs Wirtschafts- und Handelsaktivitäten werden auf den Philippinen durch das AußenwirtschaftsCenter (AC)der Österreichischen Wirtschaftskammer in Manila gefördert, das strukturell in der Österreichischen Botschaft als Handelsabteilung integriert ist.
Kontaktdaten:
Austrian Embassy – Commercial Section
14/F Pacific Star Building
Sen. Gil Puyat Avenue corner Makati Avenue
Makati City
Tel.: (00632) 8181581 oder 8186116
Fax:(00632) 8103713
Email: manila(at)austriantrade.org
Kontaktperson: Mag. Isabel Schmiedbauer, Handelsattachée
