Wirtschaft
Allgemeine Wirtschaftslage (Stand Juni 2011)
Die spanische Volkswirtschaft zählt zu den zehn größten Volkswirtschaften der Welt, erlebte aber 2008 einen drastischen Einbruch, der sich seitdem zur tiefsten Wirtschaftskrise der jüngeren Vergangenheit ausweitete. Die spanische Wirtschaft ist 2009 um 3,6% geschrumpft, 2010 gab es Stagnation und für 2011 wird mit einem geringen Wachstum gerechnet.
Der Wohnungsbau, der zu Spitzenzeiten jährliche Wachstumsraten im zweistelligen Bereich aufwies, ist nach dem Platzen der Immobilienblase in einigen Regionen um bis zu 70% eingebrochen. Stark betroffen ist auch der Automobilsektor.
Der Abschwung hat erhebliche Auswirkungenauf die Beschäftigung: Die Arbeitslosigkeit, die 2007 auf 8,2% zurückgegangen war, hat sich anfang 2011 auf 20,7% erhöht. Die Inflationsrate, die im 2008 mit 5,3% einen Spitzenwert erreicht hatte, ging im Zuge der Wirtschaftskrise stark zurück und erreichte in 2010 1,8 %.
Außenhandel
Drei Viertel der spanischen Lieferungen gehen in die EU. Die wichtigsten Abnehmerländer sind Frankreich, Deutschland sowie Portugal, Italien und Großbritannien. Auf Österreich entfallen 0,8% der spanischen Exporte.
Einfuhrseitig entfallen 60% auf die EU, wobei Deutschland und Frankreich, gefolgt von Italien sowie China, als wichtigste Lieferländer hervorstechen. 0,8% der spanischen Gesamtimporte kommen aus Österreich.
Der bilaterale Außenhandel Österreich - Spanien
Entwicklung des bilateralen Außenhandels Österreichs mit Spanien (Angaben in Mio €):
2007 2008 2009 2010
Einfuhren 1.7 1.7 1.6 1.8
Ausfuhren 3.3 2.8 1.8 2.0
Das Tourismusaufkommen aus Spanien in Richtung Österreich entwickelte sich bis 2007 mit überdurchschnittlichen Wachstumsraten positiv. Mit der Wirtschaftskrise erfolgte jedoch auch im Tourismus eine Stagnation, die Zahl der Reisenden hat sich bei 260.000 Ankünften und 670.000 Nächtigungen eingependelt. Der Großteil der spanischen Touristen bereisen Städte - in Wien sellen Spanier die sechstgrößte Gruppe ausländischer Gäste da.
Die Außenhandelsstellen der Außenwirtschaft Österreich (AWO) in Madrid und Barcelona stellen allen Mitgliedsunternehmen der Wirtschaftskammer Österreich im Rahmen des AWO-Programms ein umfassendes und auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittenes Dienstleistungsangebot zur Verfügung, das von Markteinführung und Marktunterstützung über Internationalisierungsberatung bis zu Forderungseintreibung und Bezugsquellenrecherchen reicht. Messebeteiligungen und andere Veranstaltungen sowie Länder- und Fachinfos runden das Angebot ab. Beide Büros stehen auch allen spanischsprachigen, an Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich interessierten Usern, zur Verfügung.
Nähere Informationen zum Wirtschaftsstandort Spanien finden Sie auf der Seite der Außenhandelsstelle der Wirtschaftskammer Österreich in Madrid.
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