Österreichische Filmretrospektive beim Deutschsprachigen Filmfestival KINO 2012

- "Atmen (Breathing)"Foto: atmen-derfilm.at
Zum ersten Mal in der Geschichte des Deutschsprachigen Filmfestivals KINO wird dem zeitgenössischen österreichischen Film dieses Jahr eine fünfteilige Retrospektive gewidmet. Der Erstlingsfilm des Schauspielers und Neo-RegisseursKarl Markovics "Atmen" (Abschlussfilm des Festivals, 3. Februar, 21:30 Uhr) schildert die schwierigen Bedingungen der Haftentlassung und Resozialisierung eines jugendlichen Straftäters. Der Film zum Thema Sozialrealismus ist der österreichische Kandidat für den Auslands-Oscar 2012.
In "Vielleicht in einem anderen Leben" (31. Jänner, 19 Uhr) beleuchtet Elisabeth Scharang das Schicksal einer Gruppe ungarischer Juden auf ihrem Todesmarsch in das österreichische Konzentrationslager Mauthausen in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges. Die Regisseurin steht nach dem Film für eine Diskussion mit dem Publikum zur Verfügung.
In der Komödie "Welcome Home" von Andreas Gruber (30. Jänner, 19 Uhr) geht es um die Schubhaft und Abschiebung von Flüchtlingen und eine ungewöhnliche Fortsetzung der Geschichte in Ghana, wo sich die Machtverhältnisse zwischen Schwarz und Weiß umkehren.
Chris Kraus schildert im Drama "Poll" (1. Februrar, 21:30 Uhr) das Schicksal einer deutschen Familie im zerfallenden deutsch geprägten und zum russischen Zarenreich gehörenden Baltikums vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges.
"Was du nicht siehst" von Wolfgang Fischer (2. Februar, 19 Uhr) ist ein Thriller, in dem der 17-jährige Anton auf einer Urlaubsreise an die Atlantikküste einem mysteriösen Paar begegnet, das ihn in einen manipulativen Sog von Verführung und Gewalt treibt.
Das Deutschsprachige Filmfestival KINO, eine Kooperation des Goethe-Instituts sowie der Botschaften Österreichs, der Schweiz und Luxemburgs, findet heuer bereits zum neunten Mal im Lissaboner Stadtkino São Jorge in der Zeit von 26. Jänner bis 3. Februar statt.
