Wirtschaft
Macao
Macao ist eine Inselwirtschaft, deren Entwicklung durch den beschränkten einheimischen Markt, seine geringen Rohstoffquellen und seine strukturellen Beschränkungen geprägt ist. Obwohl Macao ein kleiner Wirtschaftsraum ist, verfolgt es eine offene Wirtschaftspolitik. Es spielt eine relativ bedeutende Rolle im regionalen Wirtschaftsgefüge und ist, als einer der beiden Freihäfen Chinas, ein wichtiges Tor und eine Brücke zwischen Festlandchina und dem internationalen Markt. Die wichtigsten Wirtschaftstrategien der Regierung sind die Stärkung der Außenwirtschaftskooperation, die Entwicklung bilateraler und multilateraler Wirtschaftsbeziehungen sowie die Intensivierung der regionalen Wirtschaftskooperation, besonders im Perlflussdelta. Macaos Wirtschaft basiert weitgehend auf dem Dienstleistungssektor. Die Haupteinnahmequellen sind der Tourismus und die Kasinoindustrie. Nach einer längeren Wirtschaftsflaute (1996-1999), noch vor der asiatischen Finanzkrise, hat sich die Wirtschaft in den letzten Jahren kräftig erholt, insbesondere nach der Liberalisierung des Glücksspielsektors im Jahre 2002. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um erstaunliche 25 % im Jahr 2004. Dies ist insbesondere auf den Boom im Tourismus- und Glückspielsektor - die beiden Säulen der lokalen Wirtschaft - zurückzuführen. Die Touristenankünfte konnten 2004 um 40 % auf eine Rekordzahl von 16,7 Mio. (davon 80 % Gäste aus Festlandchina) zulegen, die Kasinos verzeichneten im 2. Quartal spektakuläre Einnahmezuwächse von 80 %.
