Wirtschaft
Die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Irland und Österreich intensivierten sich speziell ab Beginn der 1990er Jahre. 2011 erreichte der Warenhandel ein Volumen von € 737 Mio. und der Austausch von Dienstleistungen weitere € 428 Mio. Bei beiden Positionen besteht ein deutlicher Überschuss zugunsten Irlands. Die kapitalmäßigen Verschränkungen (Direktinvestitionen) zwischen den beiden Ländern bleiben hingegen eher auf niedrigem Niveau.
Gute Chancen für die österreichische Exportwirtschaftgibt es in Nischensegmenten, vor allem bei Umweltschutz und erneuerbaren Energien (Abfall- und Abwassersektor, Energieeffizienz, alternative Heizungs- und Stromerzeugungstechnologien), Spezialmaschinen und Zulieferungen an die irische Life Sciences Branche (Pharma und Medizintechnik). Aber auch bei Maschinen und Fahrzeugen für die Landwirtschaft könnten österreichische Lieferanten verstärkt punkten. Im Zuge der Neuordnung des öffentlichen Vergabewesens (Ausschreibungen) ergeben sich Liefermöglichkeiten an den irischen Staat.
Daten betreffend die bilaterale Handelsstruktur, Geschäftschancen, Publikationen, Veranstaltungen, ein wirtschaftliches Länderprofil und mehr bietet der folgende Link der Wirtschaftskammer Österreich:
Tourismus
Angesichts der wirtschaftlichen Probleme Irlands entwickelte sich das Reiseaufkommen von Irland nach Österreich seit 2009 leicht rückläufig. 2011 gab es 53.400 Ankünfte und 235.500 Nächtigungen irischer Urlauber in Österreich. Rund drei Viertel aller Nächtigungen entfallen auf die Wintersaison und das meist besuchte Bundesland ist Tirol, gefolgt von Salzburg und Wien. Umgekehrt besuchen jährlich rund 50.000 Urlauber aus Österreich die Grüne Insel.
